WÖk-Präzisierungsbegriff
Narrativ
Ein Narrativ ist eine sinnstiftende Erzählung, die Ereignisse, Ursachen, Rollen, Ziele und Zukunftsbilder verbindet.
Auf einen Blick
- Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff im Bereich Psychologische und systemische Wirkmechanismen.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Konstruktives Narrativ, Destruktives Narrativ, Zukunftsbild.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Narrative geben Orientierung. Sie können Komplexität integrieren oder destruktiv reduzieren. Konstruktive Narrative verbinden Gegenwart und Zukunft, eröffnen Handlungsfähigkeit und stärken Kohärenz. Destruktive Narrative arbeiten häufig mit Schuldigen, Feindbildern, Opferlogik oder Untergangsbildern.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Narrative sind keine Wirkung selbst, sondern Auslöser mit Wirkungspotenzial. Sie können Vertrauen, Zugehörigkeit, Dissonanz, Polarisierung und Handlungsbereitschaft beeinflussen.
Verwendung
Verwendung
Zwischen Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus, Resonanzraum und Wirkpfad unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Wirkung
- Wirkungspotenzial
- Wirkungsnachweis
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Narrativ“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise