WÖk-Präzisierungsbegriff

Destruktives Narrativ

Ein destruktives Narrativ reduziert Komplexität durch Feindbilder, Schuldzuweisung, Opferlogik oder Untergangsbilder und schwächt dadurch gemeinsame Wirklichkeit oder demokratische Stabilität.

WÖk-Präzisierungsbegriff

Auf einen Blick

  • Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff im Bereich Psychologische und systemische Wirkmechanismen.
  • Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
  • Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
  • Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Narrativ, Scheinentlastung, Alarm-Frame.

Definition

Was der Begriff zusätzlich aussagt

Destruktive Narrative können kurzfristig Kohärenz simulieren, indem sie klare Schuldige und einfache Lösungen anbieten. Langfristig erhöhen sie häufig Misstrauen, Polarisierung und institutionelle Destabilisierung.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Destruktive Narrative erzeugen Resonanzrisiken und können negative Wirkungsfolgen auf Vertrauen, Diskursfähigkeit, Minderheitenschutz und Institutionen haben.

Verwendung

Verwendung

Zwischen Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus, Resonanzraum und Wirkpfad unterscheiden.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Wirkung
  • Wirkungspotenzial
  • Wirkungsnachweis

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Destruktives Narrativ“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Querverweise

Quellen und Einordnung

Kategorie: Psychologische und systemische Wirkmechanismen

Quellenstatus: Die Quellenverweise führen auf Detailseiten des Quellenarchivs; WÖk-Primärquellen dokumentieren Modellbegriffe und ersetzen keine externe Evidenz für empirische oder rechtliche Aussagen.