WÖk-Präzisierungsbegriff
Destruktive Vertrauensbindung
Destruktive Vertrauensbindung entsteht, wenn Vertrauen in eine Person, Gruppe oder Ideologie so stark wird, dass Korrektur, Evidenz oder Rechtsstaatlichkeit als feindlich wahrgenommen werden.
Auf einen Blick
- Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff im Bereich Psychologische und systemische Wirkmechanismen.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Vertrauen, Vertrauensverschiebung, Destruktives Narrativ.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Destruktive Vertrauensbindung bindet Zugehörigkeit und Sicherheit an personalisierte Loyalität. Dadurch können Faktenchecks, journalistische Korrektur, wissenschaftliche Evidenz oder rechtsstaatliche Verfahren nicht mehr als Korrektur, sondern als Angriff erscheinen.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Destruktive Vertrauensbindung ist ein Wirkungsrisiko für Demokratie. Sie kann institutionelles Vertrauen, Medienqualität, Diskursfähigkeit und gemeinsame Wirklichkeit schwächen.
Verwendung
Verwendung
Zwischen Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus, Resonanzraum und Wirkpfad unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Wirkung
- Wirkungspotenzial
- Wirkungsnachweis
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Destruktive Vertrauensbindung“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise