WÖk-Präzisierungsbegriff
Vertrauensverschiebung
Vertrauensverschiebung beschreibt den Prozess, in dem Vertrauen von einer Bezugsquelle auf eine andere umgeleitet wird.
Auf einen Blick
- Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff im Bereich Psychologische und systemische Wirkmechanismen.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Vertrauen, Destruktive Vertrauensbindung, Motiviertes Denken.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Vertrauen steigt oder sinkt nicht nur. Es kann sich verschieben: von Institutionen zu Personen, von Wissenschaft zu Gruppenidentität, von Medien zu geschlossenen Narrativen, von Verfahren zu Loyalität.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Vertrauensverschiebung ist ein zentraler Wirkmechanismus in politischer Kommunikation. Sie erklärt, warum eine überführte Lüge das Vertrauen in die Lügnerin stärken und zugleich Vertrauen in Medien, Wissenschaft oder Institutionen schwächen kann.
Verwendung
Verwendung
Zwischen Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus, Resonanzraum und Wirkpfad unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Wirkung
- Wirkungspotenzial
- Wirkungsnachweis
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Vertrauensverschiebung“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise