Psychologische Und Systemische Wirkmechanismen

Motiviertes Denken

Motiviertes Denken beschreibt Informationsverarbeitung, bei der Menschen Informationen danach bewerten, ob sie das eigene Weltbild, die eigene Identität oder Gruppenzugehörigkeit stabilisieren.

Version 1.0 Woek Anschlussbegriff

Auf einen Blick

Informationsverarbeitung, die eher Identität und Weltbild schützt als Wahrheit sucht.

Definition

Was bedeutet der Begriff?

Kurzdefinition: Motiviertes Denken beschreibt Informationsverarbeitung, bei der Menschen Informationen danach bewerten, ob sie das eigene Weltbild, die eigene Identität oder Gruppenzugehörigkeit stabilisieren.

Erklärung: Motiviertes Denken bedeutet nicht, dass Menschen bewusst irrational handeln. Informationen werden aber selektiv aufgenommen, gewichtet und interpretiert. Was zur eigenen Identität passt, erscheint glaubwürdiger. Was sie bedroht, wird eher angezweifelt.

WÖk-Bezug: Motiviertes Denken ist ein Wirkmechanismus in Resonanzräumen. Es beeinflusst, ob Fakten, Scorecards, Warnungen, Wirkungsdaten oder Faktenchecks angenommen, abgewehrt oder umgedeutet werden.

Grenze / Status: Nicht als Diagnose für Personen und nicht als moralischen Kampfbegriff verwenden. Der Begriff dient der Beschreibung von Wirkpfaden, Resonanzräumen und Rückkopplungen.

WÖk-PräzisierungsbegriffPsychologische und systemische WirkmechanismenMensch + Planet + Demokratie

Verwandt: IdentitätsschutzBestätigungsfehlerFaktenreaktanzKognitive DissonanzResonanzraumVertrauenWirkungsdatenMeta-kognitive InterventionVertrauensverschiebungDestruktive Vertrauensbindung

Offizielle Quelle: Warum Fakten nicht reichen

Wirkungsökonomie

Warum ist das wichtig?

Als normalen menschlichen oder systemischen Verarbeitungsmechanismus beschreiben, nicht als Abwertung von Personen.

Verwendung

So wird der Begriff genutzt

Zwischen Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus, Resonanzraum und Wirkpfad unterscheiden.

Abgrenzung

Nicht verwechseln mit

  • Wirkung
  • Wirkungspotenzial
  • Wirkungsnachweis

Lernseite zu Motiviertes Denken

Warum wichtig?

Was macht der Begriff sichtbar?

Als normalen menschlichen oder systemischen Verarbeitungsmechanismus beschreiben, nicht als Abwertung von Personen.

Abgrenzung

Was es nicht bedeutet

Motiviertes Denken ist nicht dasselbe wie Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsnachweis. Die Abgrenzung verhindert, dass unterschiedliche Prüf- und Steuerungsfragen vermischt werden.

Beispiel

So wird es konkret

Fakten zu Klimaschäden werden abgelehnt, wenn sie als Angriff auf Lebensstil oder Status erlebt werden.

Missverständnisse

Worauf achten?

  • Nicht mit Wirkung gleichsetzen.
  • Nicht mit Wirkungspotenzial gleichsetzen.
  • Nicht mit Wirkungsnachweis gleichsetzen.
  • Nicht als isolierte Kennzahl verwenden.

Passende Tools

Keine Einträge

Passende Wirkungsfelder

Keine Einträge

Grundlagen

Im Grundlagenwerk

Keine direkte Kapitelverknüpfung gefunden.

Bibliothek

Dokumente und Materialien

Noch kein passendes Dokument in der Bibliothek verknüpft.

Version und Quelle

Kategorie: Psychologische Und Systemische Wirkmechanismen · Version: 1.0

Quelle: Warum Fakten nicht reichen - und was stattdessen gesellschaftliche Stabilität erzeugt · Abschnitt: Psychologische und systemische Wirkmechanismen