WÖk-Präzisierungsbegriff
Soziale Reproduktion
Soziale Reproduktion beschreibt die gesellschaftlichen Prozesse, durch die Menschen, Beziehungen, Fähigkeiten, Versorgung und soziale Ordnung fortlaufend erhalten werden.
Auf einen Blick
- Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff im Bereich Feminismus, feministische Ökonomie und Care-Wirkung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Feministische Ökonomie, Care-Ökonomie, Sorgearbeit.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Sie umfasst Care, Bildung, Gesundheit, Haushalte, soziale Bindungen, Alltagsorganisation, Schutz, Erziehung und Regeneration.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Soziale Reproduktion ist der unsichtbare Unterbau von Märkten, Arbeit, Staat und Demokratie. Die WÖk macht sichtbar, dass Wirtschaft nicht nur Produktion, sondern auch Erhaltung, Pflege und Stabilisierung braucht.
Verwendung
Verwendung
Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus und eingetretene Wirkung sauber unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Soziale Reproduktion“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als WÖk-Präzisierungsbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mythos und Klärung
Wirkungsökonomische Einordnung
Mythos
Wirtschaft ist vor allem Produktion und Markt.
WÖk-Klärung
Produktion setzt soziale Reproduktion voraus.
Blinder Fleck
Systemerhaltende Arbeit wird als private Voraussetzung statt als Wirkleistung behandelt.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Soziale Reproduktion“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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