Anschlussbegriff
Feministische Ökonomie
Feministische Ökonomie untersucht, wie Wirtschaft durch Geschlecht, Care-Arbeit, unbezahlte Arbeit, Machtverhältnisse, soziale Reproduktion und ungleiche Anerkennung geprägt wird.
Auf einen Blick
- Feministische Ökonomie untersucht, wie Wirtschaft durch Geschlecht, Care-Arbeit, unbezahlte Arbeit, Machtverhältnisse, soziale Reproduktion und ungleiche Anerkennung geprägt wird.
- Der Begriff gehört zum Bereich Feminismus, feministische Ökonomie und Care-Wirkung und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
- Wirkungsökonomisch fragt „Feministische Ökonomie“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
- Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Care-Ökonomie, Sorgearbeit, Reproduktive Arbeit.
Definition
Was bedeutet der Begriff?
Feministische Ökonomie kritisiert, dass klassische ökonomische Modelle häufig nur bezahlte Erwerbsarbeit, Markttransaktionen, Kapital, Produktivität und Wachstum messen. Sie macht sichtbar, dass Gesellschaften auf unbezahlter oder unterbezahlter Arbeit beruhen: Pflege, Erziehung, Haushalt, emotionale Arbeit, Sorge, Beziehung, Gemeinschaft und soziale Stabilisierung.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Feministische Ökonomie ist eine zentrale Anschlusslinie der Wirkungsökonomie. Sie zeigt, dass Tätigkeiten mit hoher gesellschaftlicher Wirkung im alten System als Kosten, private Angelegenheit oder unsichtbare Voraussetzung behandelt werden. Die WÖk übersetzt diese Einsicht in Wirkungsmessung, Wirkungs-BIP, Wirkungseinkommen, Wirkungsrente, Scorecards und Wirkungssteuerung.
Verwendung
Verwendung
Den Begriff „Feministische Ökonomie“ nutzen wir, wenn eine Aussage, ein Werkzeug, eine Quelle oder eine Entscheidung präzise eingeordnet werden muss: Feministische Ökonomie untersucht, wie Wirtschaft durch Geschlecht, Care-Arbeit, unbezahlte Arbeit, Machtverhältnisse, soziale Reproduktion und ungleiche Anerkennung geprägt wird.
Als Anschlussbegriff aus dem Bereich Feminismus, feministische Ökonomie und Care-Wirkung ist er kein dekoratives Stichwort. Er soll helfen, die richtige Prüffrage zu stellen: Was verändert sich, für wen, auf welcher Datenbasis und mit welchen Nebenfolgen?
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Feministische Ökonomie“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als Anschlussbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mythos und Klärung
Wirkungsökonomische Einordnung
Mythos
Feministische Ökonomie ist eine Nischenperspektive oder reine Frauenpolitik.
WÖk-Klärung
Sie betrifft das Fundament jeder Wirtschaft: Wer versorgt, pflegt, erzieht, stabilisiert und reproduziert die Gesellschaft?
Blinder Fleck
Klassische Kennzahlen unterschätzen unbezahlte und unterbezahlte Wirkleistung.
Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung
Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird
Für die Wirkungsökonomie ist „Feministische Ökonomie“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Feministische Ökonomie untersucht, wie Wirtschaft durch Geschlecht, Care-Arbeit, unbezahlte Arbeit, Machtverhältnisse, soziale Reproduktion und ungleiche Anerkennung geprägt wird.
Im Bereich Feminismus, feministische Ökonomie und Care-Wirkung hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.
Beispiele
Wo der Begriff praktisch auftaucht
- In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
- In einem Werkzeug markiert „Feministische Ökonomie“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
- In Feminismus, feministische Ökonomie und Care-Wirkung hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Feministische Ökonomie“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Querverweise
Begriffe, die du mitdenken solltest
Care-Ökonomie · Sorgearbeit · Reproduktive Arbeit · Patriarchat · Feminismus · Soziale Reproduktion · Unbezahlte Arbeit · Gender Pay Gap
Verknüpfungen