WÖk-Präzisierungsbegriff
Gender Pay Gap
Der Gender Pay Gap beschreibt den Unterschied im durchschnittlichen Einkommen zwischen Frauen und Männern.
Auf einen Blick
- Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff im Bereich Feminismus, feministische Ökonomie und Care-Wirkung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Gender Care Gap, Gender Pension Gap, Gleichstellung.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Der Gender Pay Gap entsteht durch mehrere Wirkpfade: Berufswahl, Branchenbewertung, Care-Verteilung, Teilzeit, Karrierebarrieren, Lohnstrukturen, Repräsentation und Machtverteilung.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Er ist nicht nur eine Einkommensfrage, sondern zeigt Wirkungslücken in Anerkennung, Macht, Care-Verteilung, Karrierewegen und Altersvorsorge.
Verwendung
Verwendung
Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus und eingetretene Wirkung sauber unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Gender Pay Gap“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als WÖk-Präzisierungsbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mythos und Klärung
Wirkungsökonomische Einordnung
Mythos
Der Gender Pay Gap ist nur eine Frage individueller Berufswahl.
WÖk-Klärung
Er entsteht aus komplexen strukturellen Wirkpfaden, die sichtbar und steuerbar gemacht werden müssen.
Blinder Fleck
Durchschnittswerte verdecken Ursachen, Machtpfade und Langzeitfolgen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Gender Pay Gap“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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