Bewertungsbegriff

Systemisch positives Summenspiel

Ein systemisch positives Summenspiel liegt vor, wenn Kooperation die positive Netto-Wirkung für die Beteiligten und das relevante Gesamtsystem erhöht, ohne nicht getragene Schäden auf Dritte, Ökosysteme oder zukünftige Generationen zu verlagern und ohne Wirkungsgrenzen zu verletzen.

Bewertungsbegriff

Auf einen Blick

  • Einordnung: Bewertungsbegriff im Bereich Bewertungsbegriff.
  • Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
  • Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
  • Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an positive Netto-Wirkung, Externalisierung, Allmendedilemma.

Definition

Was der Begriff zusätzlich aussagt

Kooperation ist nicht automatisch positiv. Eine Gruppe kann intern gewinnen und zugleich Kosten auf andere verlagern oder demokratische, soziale oder ökologische Grenzen verletzen.

Der systemische Zusatz verlangt deshalb, den relevanten Wirkungsraum und die ausgelagerten Folgen mitzudenken. Positive Netto-Wirkung bleibt die Zielgröße, nicht bloße Gruppensynergie oder Reichweite.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Der Begriff verbindet Kooperation mit der WÖk-Zielgröße positive Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie. Er verhindert, dass ein internes Plus-Summen-Spiel als Erfolg gilt, wenn es durch Externalisierung oder Grenzverletzung finanziert wird.

Verwendung

Verwendung

Nicht als Behauptung verwenden, dass alle Beteiligten jederzeit gewinnen müssen. Entscheidend ist die nachvollziehbare Netto-Wirkung im relevanten System und der Schutz nicht kompensierbarer Grenzen.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • synergie
  • kooperation
  • reichweite

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Systemisch positives Summenspiel“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Querverweise

Quellen und Einordnung

Kategorie: Bewertungsbegriff

Quellenstatus: Die Quellenverweise führen auf Detailseiten des Quellenarchivs; WÖk-Primärquellen dokumentieren Modellbegriffe und ersetzen keine externe Evidenz für empirische oder rechtliche Aussagen.