WÖk-Präzisierungsbegriff

Nichtkompensationsprinzip

Das Nichtkompensationsprinzip verhindert, dass schwere Schäden durch positive Teilwirkungen schöngerechnet werden.

WÖk-PräzisierungsbegriffStand / Version 1.0

Auf einen Blick

  • Das Nichtkompensationsprinzip verhindert, dass schwere negative Wirkungen durch positive Werte an anderer Stelle verdeckt werden.
  • Der Begriff gehört zum Bereich Bewertungsbegriff und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
  • Wirkungsökonomisch fragt „Nichtkompensationsprinzip“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
  • Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Reverse Merit Order, Wirkungsgrenze, Netto-Wirkung.

Definition

Was bedeutet der Begriff?

Das Prinzip verbindet Netto-Wirkung mit Wirkungsgrenzen und Reverse Merit Order. Es schützt zentrale Lebens-, Sozial- und Demokratiefunktionen.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Als Schutzlogik, nicht als Anti-Bewertung formulieren.

Verwendung

Verwendung

Als Schutzlogik, nicht als Anti-Bewertung formulieren.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Kompensation
  • Offsetting

Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung

Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird

Für die Wirkungsökonomie ist „Nichtkompensationsprinzip“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Das Nichtkompensationsprinzip verhindert, dass schwere negative Wirkungen durch positive Werte an anderer Stelle verdeckt werden.

Im Bereich Bewertungsbegriff hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.

Beispiele

Wo der Begriff praktisch auftaucht

  • In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
  • In einem Werkzeug markiert „Nichtkompensationsprinzip“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
  • In Bewertungsbegriff hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Nichtkompensationsprinzip“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Querverweise

Begriffe, die du mitdenken solltest

Reverse Merit Order · Wirkungsgrenze · Netto-Wirkung · Planetare Grenzen · Nature Positive · Zielkonflikt · Biodiversity Net Gain / No Net Loss · Carbon Credits

Version und Quellen

Kategorie: Bewertungsbegriff · Version: 1.0