Wirkungsmodell
Theory of Change
Eine Theory of Change beschreibt, warum und unter welchen Bedingungen eine Intervention zu einer angestrebten Veränderung führen soll.
Auf einen Blick
- Einordnung: Wirkungsmodell im Bereich Grundbegriff.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an IOOI, Wirkungskette, Wirkungspfad.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Eine Theory of Change macht die Annahmen eines Wirkpfads explizit: Welche Aktivität soll über welchen Mechanismus bei welchen Gruppen welche Veränderung auslösen? Welche Voraussetzungen müssen gelten, welche Faktoren im Umfeld beeinflussen den Pfad und welche Risiken oder Wechselwirkungen sind zu beachten?
Sie ist umfassender als eine bloße Abfolge von Input, Output, Outcome und Impact. Zugleich bleibt sie zunächst ein plausibles Erklärungs- und Planungsmodell, bis ihre Annahmen mit Daten geprüft sind.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Die WÖk knüpft an Theory-of-Change-Ansätze an. Sie ergänzt die Wirkpfadlogik um die Vorwirkungsstufen, einen transparenten Referenzrahmen, Nichtkompensation, Transformationsprüfung und die Rückkopplung in wirtschaftliche und politische Entscheidungen.
Verwendung
Verwendung
Annahmen, Evidenzstatus, mögliche negative Folgen und Bedingungen kenntlich machen. Eine Theory of Change nicht als Kausalbeweis darstellen.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Wirkungskette: lineare Abfolge von Wirkungsstufen.
- Wirkungsnachweis: Prüfung, ob eine Veränderung eingetreten ist.
- Referenzrahmen: Maßstab für die Bewertung einer Wirkung.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Theory of Change“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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