Bildungs- und Praxisbegriff
Weiterbildung
Weiterbildung umfasst formale, non-formale und informelle Lernprozesse nach der Erstausbildung, mit denen Fähigkeiten weiterentwickelt werden.
Auf einen Blick
- Einordnung: Bildungs- und Praxisbegriff im Bereich Bildung, Arbeit & Teilhabe.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Wirkungskompetenz, Teilhabe, Gesundheitskompetenz.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Ein besuchter Kurs ist zunächst ein Output, keine nachgewiesene Kompetenz- oder Teilhabewirkung. Weiterbildung darf außerdem nicht als Maß für persönlichen Wert dienen: Zugang hängt von Zeit, Geld, Sprache, Sorgearbeit, Barrierefreiheit und Arbeitgeberunterstützung ab. Faire Weiterbildungsarchitektur senkt diese Barrieren und macht Lernwege freiwillig sowie nachvollziehbar.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
In der WÖk ist Weiterbildung ein mögliches Wirkungspotenzial für Handlungsspielräume und Transformationsfähigkeit. Entscheidend ist, ob zugängliche Lernangebote Kompetenzen, Anwendungsmöglichkeiten oder Teilhabe tatsächlich verbessern – nicht die bloße Zahl besuchter Stunden.
Verwendung
Verwendung
Zugang, Lernergebnis, Anwendung, Zeitraum und Grenzen getrennt ausweisen. Zertifikate oder Teilnahmequoten nicht als Personenrangfolge verwenden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Kursbesuch
- Zertifikat
- berufliche Verwertbarkeit allein
- Persönlichkeitswert
- Zwang zur Selbstoptimierung
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Weiterbildung“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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