Anschlussbegriff
Wertekonflikt
Ein Wertekonflikt entsteht, wenn unterschiedliche normative Ziele oder Schutzgüter miteinander in Spannung geraten.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Werte, Normativität und Bewertung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Werte, Wirkungsgrenze, Wirkungsethik.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Wertekonflikte erscheinen etwa zwischen Freiheit, Sicherheit, Klima, Teilhabe, Eigentum, Gesundheit oder Demokratie.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Sie müssen als Zielkonflikte und Wirkungsabwägungen sichtbar gemacht werden. Nichtkompensation schützt rote Linien.
Verwendung
Verwendung
Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus und eingetretene Wirkung sauber unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Wertekonflikt“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als Anschlussbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Wertekonflikt“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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