WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 12 von 19

9. Börse, ESG-Ratings und Investorenerwartungen#

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Börsenorientierte Unternehmen erleben Nachhaltigkeitsanforderungen häufig über Investoren, Ratingagenturen, Analysten, Stimmrechtsberater, Indexanbieter und regulatorische Offenlegung. ESG- Ratings sind dabei nützlich, aber begrenzt. Sie messen oft Risikoprofile, Offenlegungsqualität oder Managementsysteme, nicht zwingend reale Netto-Wirkung.

Die Wirkungsökonomie darf ESG daher nicht einfach übernehmen. Sie muss ESG-Daten nutzen, aber präziser unterscheiden: Risiko für das Unternehmen ist nicht dasselbe wie Wirkung des Unternehmens auf Mensch, Planet und Demokratie. Ein Unternehmen kann gut gegen Risiken abgesichert sein und dennoch negative externe Wirkungen verursachen. Das WÖk-Ziel ist deshalb ein Übergang vom ESG-Rating zum Portfolio-Wirkungsrating: Kapital soll nicht nur wissen, ob es selbst gefährdet ist, sondern ob es Wirkungsräume stabilisiert oder destabilisiert.

ESG-Lesart Grenze WÖk-Korrektur Risikomanagement für Unternehmen Externalisierte Wirkungen können unsichtbar bleiben Doppelte Perspektive: Risiko und Wirkung Disclosure-Qualität Gute Berichte ersetzen keine gute Wirkung Datenprüfung, Scorecards, NWI Aggregierte Ratings Kompensation und Durchschnittslogik möglich Reverse Merit Order und rote Linien Investorennutzen Mensch/Planet/Demokratie nicht immer primärer Maßstab Positive Netto-Wirkung als Zielgröße