WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 22 von 29
20. Risiken des Wirkungscontrollings#
Wirkungscontrolling kann selbst falsch wirken, wenn es zu bürokratisch, zu mechanistisch oder zu personenbezogen wird. Eine Kennzahl, die Wirkung sichtbar machen soll, kann zum Zielspiel werden, wenn Menschen nur noch die Kennzahl optimieren. Deshalb braucht es Missbrauchsschutz.
• KPI-Gaming vermeiden: Wirkungskennzahlen regelmäßig prüfen und qualitative Plausibilität einbeziehen.
• Keine Personenbewertung: Systeme, Produkte, Programme und Rollen bewerten - nicht Würde oder Wert von Menschen. • Unsicherheit offenlegen: Schätzungen und Datenlücken sichtbar machen.
• Kontext beachten: Branchen- und Standortunterschiede nicht ignorieren.
• Nichtkompensation sichern: rote Linien schützen vor schönem Durchschnitt.
Quellen und Anschlussstellen Natalie Weber: Die neue Ordnung des Wohlstands, insbesondere Teil VII Unternehmen, Management und Wertschöpfung sowie Teil V Messung, Daten und Methodik.
Führender Begriffsleitfaden der Wirkungsökonomie v1.0: Wirkung ist neutral und relational; bewertet wird am Referenzrahmen SDGs, Agenda 2030 und SDG+.
Technische Leitlinien zum Wirkungssteuergesetz (WUStG), Extended v2: WÖk-IDs, Archetypen, Benchmarks, Scorecards, Datenquellen und Assurance.