WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 3 von 16
Executive Summary#
LEITSATZ Produkte werden nicht verboten. Sie werden wahrer beschrieben.
Dieses Detailkonzept beschreibt Produkte als Wirkungsträger. Ein Produkt ist in der Wirkungsökonomie nicht nur Ware, Preis, Marke oder Funktion. Es ist ein verdichteter Wirkungsraum: Rohstoffe, Energie, Wasser, Arbeit, Lieferkette, Gesundheit, Nutzung, Reparatur, Entsorgung, Daten und Konsumentscheidungen wirken zusammen.
Der heutige Markt zeigt diese Wirkungen nur unzureichend. Er zeigt Preis, Verfügbarkeit, Marke und Produktnutzen, aber nicht systematisch, ob ein Produkt Mensch, Planet und Demokratie stärkt oder schwächt.
Die Wirkungsökonomie macht Produktwirkung sichtbar, indem sie Produktdaten mit SDGs, SDG+, WÖk-IDs, Scorecards, NACE, CSRD/ESRS/GRI, digitalen Produktpässen und Wirkungssteuerlogik verbindet. Ziel ist nicht moralische Konsumsteuerung, sondern ehrliche Information und bessere Rückkopplung. Verbraucher:innen sollen nicht recherchieren müssen, welche Lieferkette, welches Wasserstressgebiet, welche Chemikalien, welche Arbeitsbedingungen und welche Entsorgungsrisiken in einem Produkt stecken. Diese Informationen gehören in die Produktarchitektur selbst. Die zentrale These lautet: Produkte sind die alltagsnächste Stelle, an der Wirkungsökonomie erfahrbar wird. Wenn Wirkung am Produkt sichtbar wird, verändern sich Preise, Lieferketten, Einkauf, Produktentwicklung, Kapitalzugang, Innovation und Verbraucherverhalten zugleich.