WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 3 von 13
1. Arbeit, Einkommen und Wirkung#
Dieses Detailkonzept ordnet Erwerbsarbeit, Einkommen, Beschäftigung und Wirkleistung neu. Es zeigt, warum Arbeit nicht automatisch Wirkung ist und warum Einkommen nicht automatisch Leistung beweist.
1. Ausgangslage#
Die Ausgangslage ist ein Steuerungsmodell, das Beschäftigung, Einkommen, soziale Sicherung und Status an Erwerbsarbeit bindet.
Diese Bindung war in einer arbeitszentrierten Industrieökonomie funktional, wird aber durch Automatisierung, KI, Robotik, Plattformen und Datenökonomie strukturell fragil. Die Wirkungsökonomie betrachtet dieses Problem nicht als einzelnes Arbeitsmarktproblem, sondern als Rückkopplungsbruch zwischen Wertschöpfung und sozialer Stabilität.
2. Wirkungsökonomischer Perspektivwechsel#
Der Perspektivwechsel besteht darin, Aktivität, Beschäftigung, Einkommen und Leistung nicht mehr gleichzusetzen. Entscheidend ist die reale Zustandsveränderung für Mensch, Planet und Demokratie. Der jeweilige Unterbereich fragt deshalb: Welche Wirkung entsteht? Wer trägt sie? Wer profitiert? Wer wird belastet? Welche Rückkopplung fehlt?
3. Kernbausteine#
Arbeitsbegriff vom Wirkungsbegriff trennen Wirkleistung, Blindleistung, Verlustleistung operationalisieren Einkommen als Ergebnis einer Wirkungskette lesen Berufe und Tätigkeiten nach Wirkungspotenzial differenzieren Menschenwürde und soziale Sicherung nicht von Erwerbsstatus abhängig machen
4. Abgrenzungen und Schutzlinien#
Keine Personenbewertung, kein Social-Credit-System, keine staatliche Sinnkontrolle. Wirkung wird über Tätigkeitsfelder, Organisationen, Projekte, Produkte, Fondsflüsse und Systemindikatoren sichtbar. Wo individuelle Beiträge berücksichtigt werden, geschieht dies freiwillig, datensparsam und rechtsschutzfähig.
5. Daten, Messung und Werkzeuge#
Relevante Datenquellen sind Arbeitsmarktstatistik, Unternehmensdaten, Sozialversicherungsdaten, CSRD/ESRS, WÖk-IDs, Scorecards, IAB-/OECD-/ILO-Indikatoren und kommunale Wirkungsdaten. Die Werkzeuglogik umfasst Automatisierungsmonitor, Wirkungseinkommensrechner, Sozialabgaben-Entkopplungsrechner, WEstG-Logik, Wirkungsfondsrechner und Transformationskonten.
6. Politische Umsetzungsoptionen#
Politisch kann der Unterbereich marktorientiert, sozialstaatlich, kommunal, fondsorientiert oder unternehmensbezogen ausgestaltet werden. Der gemeinsame Mindeststandard ist Sichtbarkeit, Prüfbarkeit, Grundrechtsschutz, demokratische Entscheidung und Korrekturfähigkeit.
7. Verlinkungen im WÖk-System#
Rang 3 Staat, Recht & Demokratie: WStG, WEstG, Wirkungshaushalt und Wirkungsrat.
Rang 4 Wirtschaft & Unternehmen: Automatisierung, Governance, Mitbestimmung, WKStG, Finanzmarktanforderungen.
Rang 7 Rente: Wirkungsrente und Lebensleistung.
Rang 12 Finanzsystem & Kapital: Wirkungsfonds, Wirkungsdividende, Vermögen- und Erbschaftsteuer.
Werkzeuge: T-SROI, NWI, WÖk-IDs, Scorecards, Reverse Merit Order, Wirkungsdatenräume.
interne Arbeitsanweisungen Redaktion Redaktion
© 2026 Natalie Weber · Wirkungsökonomie · v0.1 · Detailkonzepte / öffentliche Arbeitsfassung
8. Online-Darstellung#
Auf der Website soll jeder Unterbereich als eigene Online-Seite mit Inhaltsverzeichnis, Dossier, Toolbezug, SDG-/SDG+-Block, Buchankern, politischen Optionen, Download und Druckfunktion erscheinen.