WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 8 von 118

Teil 0 – Begriffliche Setzung#

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0.1 Warum dieses Dossier eigenständig ist Das Dossier ist nicht bloß eine Erweiterung des Kommunikationsmodells. Es prüft, ob die dort entwickelte Wellen-Tiefen-Logik eine allgemeinere wirkungsökonomische Bedeutung hat. Die Antwort lautet: ja, aber nur, wenn die Ebenen sauber getrennt werden. Aufmerksamkeit, Emotion, Deutung, Resonanz und Verschiebung sind keine universellen Begriffe für jeden Wirkungsraum. Sie sind die Kommunikationssprache einer tieferen Entfaltungslogik. Die allgemeine Logik lautet anders: Sichtbarkeit, Betroffenheit, Bewertung, Resonanz oder Anpassung sowie Struktur und Rückkopplung. Diese Begriffe können in verschiedenen Feldern anders erscheinen. In Produkten wird Sichtbarkeit etwa durch Produktpässe, Scorecards oder Preise hergestellt. In Kapitalmärkten zeigt sie sich in Risiko, Versicherbarkeit und Finanzierungskosten. In Politik erscheint sie als Agenda, Problemdefinition und Legitimitätsdruck. In Kommunikation erscheint sie als Aufmerksamkeit.

Gerade diese Übersetzbarkeit macht das Modell wirkungsökonomisch interessant. Es behauptet nicht, dass jede Wirkung eine Debatte ist. Es zeigt, dass Wirkung in komplexen Systemen selten ohne Vermittlung entsteht. Zwischen Auslöser und Strukturveränderung liegen Wahrnehmung, Betroffenheit, Bewertung, Anschlussreaktionen und Rückkopplung. Quellenbezug: [I1], [I2], [I12]