WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 14 von 118
Teil I – Interne Herleitung#
1.1 Wirkung als Zustandsveränderung Der Ausgangspunkt der Wirkungsökonomie ist nicht Kommunikation, sondern der Begriff der Wirkung.
Wirkung bedeutet tatsächliche Veränderung von Zuständen. Sie ist nicht Absicht, nicht Symbolik, nicht Image, nicht Bericht und nicht bloßer Output. Diese Unterscheidung ist die Voraussetzung dafür, die fünf Wellen nicht als rhetorisches Bild, sondern als Prozess der Zustandsveränderung zu lesen.
Ein Produkt wirkt nicht, weil es ein Nachhaltigkeitsversprechen trägt. Es wirkt durch Rohstoffe, Arbeit, Transport, Nutzung, Entsorgung, Preise, Nachfrage und Marktverschiebung. Eine politische Maßnahme wirkt nicht, weil sie gut gemeint ist. Sie wirkt durch Institutionen, Budgets, Verhalten, Vertrauen, Nebenfolgen und langfristige Anreize. Eine Aussage wirkt nicht, weil sie laut ist. Sie wirkt, wenn sie Aufmerksamkeit, Deutung, Zugehörigkeit, Vertrauen, Handlungsschwellen oder Entscheidungsstrukturen verändert.
Die Wellen beschreiben die Strecke zwischen Auslöser und veränderter Struktur. Sie zeigen, dass Wirkung meist nicht einfach von A nach B springt. Sie durchläuft Wahrnehmung, Betroffenheit, Bewertung, Reaktion und Rückkopplung. Quellenbezug: [I1], [I2], [I3]