WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 19 von 118

1.5 Das Wirkungsrad als Prozessarchitektur#

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Das Wirkungsrad beschreibt den Grundkreislauf der Wirkungsökonomie. Handlung oder Unterlassen erzeugt Wirkungspotenzial oder Wirkungsrisiko. Daraus entstehen mögliche oder tatsächliche Zustandsveränderungen.

Diese werden nach Wirkungen erster, zweiter und dritter Ordnung gelesen. Danach werden systemischer und normativer Wert bestimmt. Aus dieser Bewertung folgt Wirkungslenkung: Preise, Steuern, Kapital, Beschaffung, Regulierung, Reputation oder öffentliche Resonanzräume ändern sich. Neue Handlungen werden wahrscheinlicher. Rückkopplung prüft, ob die erwartete Wirkung eingetreten ist.

Das Wellenmodell ist kein zweites Rad. Es ist eine Wahrnehmungs- und Übersetzungslogik innerhalb dieses Rads. Es zeigt, wie ein Wirkungsprozess in einem konkreten Feld sichtbar wird. Es hilft, die Zwischenschritte zwischen Auslöser und Rückkopplung nicht zu überspringen.

Das ist wichtig, weil viele Steuerungsfehler aus verkürzten Kausalketten entstehen. Man sieht den Input, erwartet einen Output und übersieht, dass Systeme ihre eigenen Reaktionsbedingungen haben.

Quellenbezug: [I2], [I10], [I14]