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3.1 Die Sichtbarkeitswelle#

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Die Sichtbarkeitswelle ist der Moment, in dem ein bisher unsichtbarer oder nicht handlungsrelevanter Zustand in den Wahrnehmungs-, Daten- oder Entscheidungsraum eintritt. Sichtbarkeit kann durch Medien entstehen, aber auch durch Messung, Audit, Produktpass, Gerichtsurteil, Rechnung, Risikoanalyse, Preisänderung, wissenschaftliche Studie oder Alltagserfahrung.

Wirkungsökonomisch ist Sichtbarkeit ambivalent. Sie kann Wirklichkeit näher an Entscheidungen bringen. Sie kann aber auch verzerren, wenn nur das Sichtbare zählt und langsame, leise oder schwer messbare Wirkungen verdrängt werden. Gerade deshalb reicht Sichtbarkeit allein nicht aus. Sie ist die erste Welle, nicht das Ziel.

Beispiele: Ein regionaler Apfel und ein importierter Apfel werden durch Scorecard und Steuerklasse unterscheidbar. Eine Pflegeleistung wird als Wirkleistung sichtbar. Eine Plattformlogik wird als demokratisches Risiko sichtbar. Ein Wohnungsmarktproblem wird nicht mehr nur als Preisfrage, sondern als Wirkungsproblem sichtbar. Quellenbezug: [I1], [I2], [I10]