WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 43 von 118

3.3 Die Bewertungswelle#

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Die Bewertungswelle übersetzt Betroffenheit in Orientierung. Sie fragt: Was bedeutet dieser Zustand? Ist er Risiko, Chance, Schaden, Fortschritt, Pflicht, Zumutung, Investition, Marktfehler oder Gerechtigkeitsfrage? In dieser Welle treffen Daten, Normen, Frames, wissenschaftliche Modelle, Rechtsmaßstäbe, Marktpreise und politische Narrative aufeinander. Für die Wirkungsökonomie ist Bewertung nicht beliebig. Sie braucht einen Referenzrahmen: Mensch, Planet und Demokratie; SDGs, Agenda 2030 und SDG+; Nichtkompensation; Datenqualität; Zeitwirkung; systemischer und normativer Wert. Ohne Bewertungsrahmen wird das Modell zur bloßen Beschreibung von Dynamik. Die Bewertungswelle ist zugleich besonders anfällig für Fehlsteuerung. Falsche Kennzahlen, verkürzte Frames oder kompensierende Durchschnittslogiken können negative Wirkungen verdecken. Deshalb gehört die Reverse Merit Order als Schutzlogik in diese Welle.

Quellenbezug: [I1], [I2], [I10]