WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 2 von 17
1. Kapital als Wirkungskraft#
Kapital wird vom Machtmittel zur öffentlichen Wirkungskraft. Es dient Regeneration, Innovation, sozialer Stabilität, Demokratie und Resilienz.
1. Problem der alten Logik#
Die alte Finanzlogik bewertet Kapital primär über Rendite, Risiko, Liquidität und Verwertbarkeit. Dadurch können Kapitalflüsse kurzfristig erfolgreich erscheinen, obwohl sie langfristig ökologische, soziale, demokratische oder gesundheitliche Schäden erzeugen. Diese Schäden tauchen im Finanzmodell häufig erst auf, wenn sie zu Haftung, Regulierung, Reputationsverlust, Versicherungsrisiken oder Stranded Assets werden.
2. Wirkungsökonomischer Perspektivwechsel#
Die Wirkungsökonomie liest Kapital als Wirkungsträger. Kapital ist nicht nur eine Bilanzgröße, sondern eine Entscheidung über Wirkungsräume. Es erzeugt unmittelbare, mittelbare und systemische Effekte: auf Lieferketten, Arbeitsplätze, Infrastruktur, Demokratie, Medien, Wohnen, Gesundheit, Klima und Innovation.
3. Systemarchitektur#
1. Wirkungsdaten erfassen: WÖk-IDs, SDGs, SDG+, CSRD/ESRS, Taxonomie, Lieferketten- und
2. Wirkung bewerten: NWI, Scorecard, rote Linien, Reverse Merit Order, T-SROI, Transformationspfad.
3. Kapital rückkoppeln: Zinsen, Eigenkapital, Versicherbarkeit, Fondsfähigkeit, Steuerwirkung und öffentliche
4. Lernen und korrigieren: Wirkungsberichte, Stresstests, demokratische Aufsicht, Datenqualität,
4. Daten und Indikatoren#
Relevante Daten sind abhängig vom Unterbereich. Grundsätzlich werden Datenquellen nach Qualität, Zweckbindung, Prüfbarkeit und Wirkungsmacht unterschieden. Für große Kapitalströme gelten strengere Anforderungen als für kleinere Vorhaben. Ziel ist nicht maximale Bürokratie, sondern eine proportionale