2026 02 10 wirkungsorientierte u… · Onlinefassung · Abschnitt 6 von 21
1.1 Klassische Unternehmensführung: Ziele als Steuerungszentrum#
In der klassischen BWL ist Führung primär zielorientiert organisiert:
finanzielle Ziele (Umsatz, Gewinn, Marge) Wachstumsziele (Marktanteile, Expansion) Effizienzziele (Kosten, Produktivität) Leistungsziele (KPIs, Boni, Benchmarks) Diese Ziele sind intern konsistent, solange das System extern stabil bleibt. Wirkungen gelten dabei als Nebenfolgen: relevant für Reputation oder Regulierung, aber nicht als zentrale Steuerungsgröße.
Das führt zu einer strukturellen Verkürzung: Unternehmen optimieren ihre Zielerreichung, ohne die systemischen Effekte dieser Optimierung vollständig berücksichtigen zu müssen.
Solange Wirkung nicht preis-, risiko- oder kapitalwirksam ist, bleibt diese Logik betriebswirtschaftlich rational - selbst wenn sie gesellschaftlich problematisch ist.