Sprache als politischer wirkstof… · Onlinefassung · Abschnitt 17 von 22

13. Die demokratische Aufgabe#

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Die beste Antwort auf rechte Emotionalisierung ist nicht emotionslose Technokratie. Menschen brauchen Orientierung, Zugehörigkeit und Hoffnung. Wenn demokratische Akteure nur verwalten, während rechte Akteure Sinn, Schuldige und Kampf anbieten, entsteht ein Ungleichgewicht.

Demokratische Sprache muss deshalb selbst Wirkungspotenzial entfalten - aber anders:

Sie sollte Sorgen ernst nehmen, ohne Angst zu bewirtschaften. Sie sollte Missstände benennen, ohne Feindbilder zu bauen. Sie sollte Zugehörigkeit anbieten, ohne andere auszuschließen. Sie sollte Konflikte austragen, ohne Institutionen zu zerstören. Sie sollte Lösungen erklären, ohne Komplexität zu leugnen.

Der entscheidende Unterschied lautet: Rechte Emotionalisierung macht aus Problemen Gegner.

Demokratische Emotionalisierung macht aus Problemen gemeinsame Aufgaben.