Wenn alle von wirkung sprechen f… · Onlinefassung · Abschnitt 10 von 19

Klassisches Wirkungsmanagement reicht nicht aus#

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Der Begriff „Wirkungsmanagement“ klingt zunächst nach der richtigen Antwort. Doch auch hier muss man unterscheiden. Klassisches Wirkungsmanagement meint häufig:

Ziele definieren, Indikatoren festlegen, Daten sammeln, Fortschritte berichten, Programme evaluieren. Das ist besser als reine Mittelverwaltung. Aber es bleibt häufig innerhalb der alten Logik: Programme werden verwaltet, Kennzahlen werden beobachtet, Berichte werden geschrieben.

Die Wirkungsökonomie geht weiter. Sie fragt nicht nur: Wie managen wir die Wirkung eines Programms?

Sie fragt: Welche Wirkungsarchitektur erzeugt die richtigen Anreize im gesamten System?

Das ist ein fundamentaler Unterschied. Wirkungsmanagement betrachtet häufig einzelne Maßnahmen.

Wirkungsarchitektur betrachtet das Zusammenspiel von Regeln, Preisen, Steuern, Förderungen, Märkten, Daten, Institutionen und Verhalten. Wirkungsmanagement fragt: Hat das Programm sein Ziel erreicht?

Wirkungsarchitektur fragt: Verändert sich die Entscheidungslogik so, dass bessere Wirkung wahrscheinlicher wird? Wirkungsmanagement prüft Programme. Wirkungsarchitektur gestaltet Rückkopplungen.