Wirkungsoekonomie kein parteipro… · Onlinefassung · Abschnitt 4 von 25

Kurzfassung#

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Die Wirkungsökonomie ist kein Wahlprogramm und keine neue Parteifarbe. Sie ist ein möglicher demokratischer Ordnungsrahmen für eine Zeit, in der die alten Maßstäbe nicht mehr tragen: Gewinn, Wachstum, Macht, Reichweite und kurzfristige Entlastung zeigen nicht zuverlässig, ob eine Entscheidung Menschen stärkt, den Planeten schützt oder Demokratie stabilisiert.

Gerade deshalb ist die Wirkungsökonomie überparteilich anschlussfähig. Nicht, weil sie politische Unterschiede aufhebt, sondern weil sie eine gemeinsame Prüfungsfrage anbietet: Welche Wirkung erzeugt eine Entscheidung für Mensch, Planet und Demokratie?

CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP und Linke könnten innerhalb dieses Rahmens sehr unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Ordnung und Verantwortung, soziale Gerechtigkeit, Klima und Biodiversität, Freiheit und Innovation, Wohnen und Care. Der politische Streit würde dadurch nicht verschwinden. Er würde präziser. Parteien müssten nicht dieselben Antworten geben. Aber sie müssten zeigen, welche Wirkung ihre Antworten erzeugen. Die wichtigste Pointe: Die Wirkungsökonomie schafft keinen Einheitsblock. Sie schafft einen gemeinsamen demokratischen Wirkungsraum. Genau das kann helfen, demokratische Kräfte wieder zusammenzuführen, ohne ihre Unterschiede zu löschen.