Wirkungsoekonomie kein parteipro… · Onlinefassung · Abschnitt 5 von 25
Warum diese Frage jetzt wichtig ist#
Demokratische Politik wirkt heute oft so, als stünden sich unversöhnliche Lager gegenüber: Markt gegen Staat, Freiheit gegen Regulierung, Wirtschaft gegen Klima, Sicherheit gegen Offenheit, soziale Gerechtigkeit gegen Wettbewerbsfähigkeit. Diese Gegensätze sind politisch wirksam, aber sie erklären die eigentliche Steuerungsfrage nicht. Denn viele Krisen entstehen nicht, weil es gar keine guten Ziele gibt. Viele Parteien bekennen sich programmatisch zu Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit, Freiheit, Verantwortung, Generationengerechtigkeit, Innovation oder internationaler Kooperation. Das Problem liegt häufig dazwischen: Programme werden nicht zuverlässig in Preise, Haushalte, Gesetze, Kapitalflüsse, Beschaffung, Management und konkrete Entscheidungen zurückgekoppelt.
Genau hier setzt die Wirkungsökonomie an. Sie fragt nicht zuerst, welche Partei recht hat. Sie fragt, welche Zustandsveränderung entsteht. Sie prüft nicht Parteifarben, sondern Wirkungspfade.