Wirkungsoekonomisches schulkonze… · Onlinefassung · Abschnitt 4 von 42
1. Von der Nachhilfe-Frage zum Schulkonzept#
Ausgangspunkt war eine scheinbar kleine Frage: Warum bekommt ein Kind oft erst dann Unterstützung, wenn eine Fünf droht, während ein Kind mit einer Zwei oder Drei kaum Anspruch auf zusätzliche Förderung hat, obwohl frühe Hilfe spätere Schäden verhindern könnte?
Diese Frage ist wichtig, aber sie betrifft nur einen Ausschnitt. Sie betrifft den außerschulischen Förderarm: Nachhilfe, Lerntherapie, Mentoring, Dyskalkulie- oder LRS-Förderung, Lerncoaching und ein mögliches Bildungswirkungsbudget. Ein wirkliches Schulkonzept muss tiefer gehen. Es muss fragen, wie Schule selbst gestaltet ist: was gelernt wird, wie gelernt wird, wie Leistungen sichtbar werden, wie Kinder begleitet werden, welche Rolle Lehrkräfte haben, wie Fächer zusammenhängen und wie Schule Demokratie, Gesundheit, Zukunftsfähigkeit und Selbstwirksamkeit stärkt.
Kernverschiebung Nicht: Wie organisieren wir bessere Nachhilfe? Sondern: Wie entsteht eine Schule, die Kinder so stärkt, dass weniger Reparatur nötig wird - und Förderung dort beginnt, wo Wirkungspotenzial entsteht?