Wirkungsoekonomisches schulkonze… · Onlinefassung · Abschnitt 5 von 42

2. Die alte Logik: Schule als Sortier-, Prüf- und Anpassungssystem#

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Das heutige Schulsystem trägt noch viele Spuren der Industriegesellschaft: Jahrgänge werden sortiert, Unterricht wird in feste Fächer und Zeiteinheiten zerlegt, Leistung wird häufig über Ziffernnoten vergleichbar gemacht, und der Schulerfolg wird stark an Prüfungen, Abschlüssen und Übergängen gemessen. Diese Struktur kann Grundkenntnisse vermitteln. Sie hat aber blinde Flecken. Sie erkennt oft zu spät, wenn ein Kind den Anschluss verliert. Sie sieht Potenziale nicht systematisch. Sie trennt Fächer, obwohl reale Probleme vernetzt sind. Sie bewertet häufig das Ergebnis eines Moments, nicht die Lernentwicklung. Und sie reduziert Bildung zu oft auf Verwertbarkeit, obwohl Bildung viel mehr bewirkt.

Alte Schulfrage Wirkungsökonomische Schulfrage Welche Note wurde erreicht? Welche Kompetenz, Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit ist entstanden? Ist das Kind versetzungsgefährdet? Welche Risiken oder Potenziale sind früh sichtbar?

Wurde der Stoff durchgenommen? Welche Zustandsveränderung hat Lernen erzeugt?

Kann das Kind reproduzieren? Kann das Kind verstehen, verbinden, prüfen, gestalten und