Wirkungsoekonomisches schulkonze… · Onlinefassung · Abschnitt 17 von 42

12. Lernräume und Zeitstruktur#

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Wenn Lernen vernetzt und projektorientiert werden soll, kann die 45-Minuten-Logik nicht der einzige Takt bleiben. Sie kann für Übung, Input und Fachunterricht sinnvoll sein, aber Projektarbeit, Vertiefung, Coaching und Reflexion brauchen andere Zeitformen.

Element Mögliche Umsetzung Fachzeiten Klar strukturierte Blöcke für Lesen, Schreiben, Rechnen, Sprachen, Naturwissenschaften und Grundlagen Zukunftsband Wöchentlich 2–4 Stunden fächerverbindendes Lernfeld Zukunft Projektwochen Mehrmals pro Jahr längere Wirkungsprojekte mit öffentlichen Präsentationen Lernatelier Individuelle Übungs- und Vertiefungszeit mit Lerncoaching Feedbackzeit Regelmäßige Lernentwicklungsgespräche, Portfolioarbeit und Zielplanung Demokratiezeit Klassenrat, Schulparlament, Konfliktmoderation, Beteiligungsformate Teil IV – Wie bewertet wird: Von Noten zu Wirkungskompetenzen 13. Das Problem der klassischen Benotung Noten können Orientierung geben und Vergleichbarkeit herstellen. Aber sie können auch Lernwirkung verzerren. Eine Zahl zeigt selten, welche Denkwege ein Kind gegangen ist, welche Hilfe nötig wäre, welche Kompetenzen bereits wachsen oder welche Blockade hinter einem Ergebnis steht.

Das größte Problem entsteht, wenn Noten nicht als Momentinformation, sondern als Identitätsurteil wirken. Dann lernt ein Kind nicht: „Ich habe hier noch etwas nicht verstanden“, sondern: „Ich bin schlecht.“

Eine wirkungsökonomische Schule muss diese Verwechslung beenden.