Nachhaltiges Marketing-Mix · Onlinefassung · Abschnitt 6 von 9

3. NACHHALTIGKEIT IM MARKETING-MIX#

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Das Kapitel "Nachhaltigkeit im Marketing-Mix" geht auf die Ausgestaltung der einzelnen Aspekte des Marketing-Mix im Hinblick auf Nachhaltigkeit ein. Wir beginnen mit der Produktentwicklung und Design, wo wir uns mit der Rückholung von Produkten für die Kreislaufwirtschaft beschäftigen, wie Sharing, Repair, Sharing, Refurbish, Maintain, Reuse, Upcycling und Recycling. Wir werden auch Beispiele aus Industrie und Handel präsentieren, um die Anwendbarkeit der Konzepte in der Praxis zu veranschaulichen. Im Anschluss daran werden wir uns mit der Preisgestaltung befassen und erläutern, wie nachhaltige Preismodelle umgesetzt werden können. Wir werden auch Beispiele aus Industrie und Handel präsentieren, um die Anwendbarkeit der Konzepte in der Praxis zu veranschaulichen. Im nächsten Schritt beschäftigen wir uns mit Platzierung und Verteilung und erläutern, wie eine nachhaltige Logistik und Supply Chain gestaltet werden kann.

Wir werden auch Beispiele aus Industrie und Handel präsentieren, um die Anwendbarkeit der Konzepte in der Praxis zu veranschaulichen.

Danach werden wir uns mit der Promotion befassen und erläutern, wie eine nachhaltige Kommunikation gestaltet werden kann. Wir werden auch Beispiele aus Industrie und Handel präsentieren, um die Anwendbarkeit der Konzepte in der Praxis zu veranschaulichen. Abschließend gehen wir detailliert auf das neue P „Planet“ ein und was dieses für das Marketing-Mix bedeutet. Dieses Kapitel bietet eine detaillierte Betrachtung der Ausgestaltung des Marketing- Mix im Hinblick auf Nachhaltigkeit und gibt einen Einblick in die Umsetzung der Konzepte in der Praxis.

A. Produktentwicklung und Design Die Produktentwicklung und das Design sind wichtige Aspekte des Marketing-Mix, die direkt die Nachhaltigkeit des Produkts beeinflussen und die Ziele der Sustainable Development Goals (SDGs) unterstützen können. Ein wichtiger Faktor bei der Produktentwicklung ist die Rückholung von Produkten für die Kreislaufwirtschaft, wie Sharing, Repair, Sharing, Refurbish, Maintain, Reuse, Upcycling und Recycling.

Diese Konzepte tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und Abfall zu reduzieren,

was zur Erreichung der SDGs 12 (Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster) und 14 (Leben unter Wasser) beiträgt. Sharing bezieht sich auf das Teilen von Produkten oder Dienstleistungen unter mehreren Nutzern, was zur Erreichung der SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) beiträgt, indem die Nutzung von Ressourcen und die Belastung der Umwelt reduziert werden. Repair bezieht sich auf die Reparatur von Produkten, um ihre Lebensdauer zu verlängern und die Abfallmenge zu reduzieren, was zur Erreichung der SDGs 12 und 14 beiträgt. Refurbish bezieht sich auf die Wiederherstellung von Produkten, um sie wieder verkaufsfähig zu machen und die Abfallmenge zu reduzieren, was zur Erreichung der SDGs 12 und 14 beiträgt.

Maintain bezieht sich auf die Wartung von Produkten, um ihre Leistung zu erhalten, was zur Erreichung der SDGs 12 und 14 beiträgt. Reuse bezieht sich auf die Wiederverwendung von Produkten, anstatt sie zu entsorgen und trägt zur Erreichung der SDGs 12 und 14 bei. Upcycling bezieht sich auf die Umwandlung von Abfallprodukten in hochwertigere Produkte, was zur Erreichung der SDGs 12 und 14 beiträgt. Recycling bezieht sich auf die Verwendung von Abfallmaterialien, um neue Produkte herzustellen und trägt zur Erreichung der SDGs 12 und 14 bei.

In der Praxis gibt es bereits viele Beispiele aus der Industrie und dem Handel, die diese Konzepte erfolgreich umsetzen. Ein Beispiel aus der Industrie ist die Firma Patagonia, die ein Programm zur Reparatur und Wartung ihrer Produkte anbietet und dadurch die Lebensdauer der Produkte verlängert und Abfall reduziert. Ein Beispiel a us dem Handel ist der Online-Shop Weltbild, der eine Plattform für den Verkauf von gebrauchten Büchern anbietet, was zur Erreichung der SDG 12 beiträgt, indem es die Wiederverwendung von Produkten fördert und Abfall reduziert. Ein weiteres Beispiel ist die Marke "Freitag", die aus gebrauchten LKW-Planen Taschen und Accessoires herstellt und damit zur Erreichung der SDG 12 beiträgt, indem sie Abfallmaterialien in hochwertige Produkte umwandelt. Ein weiteres Beispiel ist die Firma "TerraCycle" die ein Recyclingprogramm für Verpackungen und Produkte anbietet die sonst schwer zu recyceln sind und damit zur Erreichung der SDG 12 beiträgt, indem sie Abfallmaterialien in neue Produkte umwandelt.

Diese Beispiele zeigen, dass die Rückholung von Produkten für die Kreislaufwirtschaft eine wichtige Rolle bei der nachhaltigen Produktentwicklung spielt und erfolgreich in der Praxis umgesetzt werden kann. Es unterstützt die Erreichung der SDGs und trägt zur Schaffung einer nachhaltigen Zukunft bei. Es ist wichtig, dass Unternehmen diese Konzepte in ihre Produktentwicklung und - designintegrieren, um zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen.

B. Preisgestaltung Die Preisgestaltung ist ein wichtiger Aspekt des Marketing-Mix, der direkt die Nachhaltigkeit des Produkts beeinflussen kann und die Ziele der Sustainable Development Goals (SDGs) unterstützen kann. Eine Möglichkeit, die Nachhaltigkeit in die Preisgestaltung zu integrieren, ist die Verwendung von nachhaltigen Preismodellen.

Ein Beispiel für ein nachhaltiges Preismodell ist der "Life Cycle Pricing", bei dem der Preis des Produkts an seine Lebensdauer gekoppelt ist. Dies fördert die Verlängerung der Lebensdauer des Produkts und reduziert die Abfallmenge, was zur Erreichung der SDGs 12 (Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster) und 14 (Leben unter Wasser) beiträgt. Ein weiteres Beispiel ist der "Pay-per-use-Preis" bei dem der Kunde nur für die tatsächliche Nutzung des Produkts zahlt anstatt einen fixen Preis. Dies fördert die effiziente Nutzung von Ressourcen und trägt zur Erreichung der SDGs 12 und 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) bei.

In der Praxis gibt es bereits viele Beispiele aus der Industrie und dem Handel, die diese Konzepte erfolgreich umsetzen. Ein Beispiel aus der Industrie ist die Firma Philips, die ein Leasing-Modell für ihre LED-Beleuchtung anbietet, bei dem der Kunde nur für die tatsächliche Nutzung zahlt und dadurch Ressourcen schont und Abfall reduziert. Ein Beispiel aus dem Handel ist die Firma IKEA, die ein Reparatur- Service für ihre Produkte anbietet und dadurch die Lebensdauer der Produkte verlängert und Abfall reduziert. Es ist wichtig, dass Unternehmen die nachhaltige Preismodelle in ihre Preisgestaltung integrieren, um zur Schaffung einer nachhaltigen Zukunft beizutragen und die Erreichung der SDGs zu unterstützen. Durch die Verwendung von nachhaltigen Preismodellen werden Ressourcen geschont, Abfall reduziert und die Lebensdauer der Produkte verlängert.

C. Platzierung und Verteilung Die Platzierung und Verteilung des Produkts sind wichtige Aspekte des Marketing- Mix, die direkt die Nachhaltigkeit des Produkts beeinflussen können und die Ziele der Sustainable Development Goals (SDGs) unterstützen können. Eine Möglichkeit, die Nachhaltigkeit in die Platzierung und Verteilung zu integrieren, ist die Verwendung von nachhaltigen Logistik- und Supply Chain-Konzepten.

Ein wichtiger Aspekt der nachhaltigen Logistik ist die Verringerung der CO2- Emissionen durch den Einsatz von emissionsarmen Transportmitteln und die Optimierung von Transportrouten. Dies trägt zur Erreichung der SDGs 13 (Klimaschutz) und 14 (Leben unter Wasser) bei.

Ein weiteres wichtiges Konzept ist die Nachhaltige Supply Chain Management (SSCM), bei dem die Umweltauswirkungen entlang der gesamten Lieferkette berücksichtigt werden. Dies beinhaltet die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien, die Förderung von fairen Arbeitsbedingungen und die Verringerung von Abfall und Verschwendung. Dies trägt zur Erreichung der SDGs 8 (Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum), 12 (Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster) und 14 bei. In der Praxis gibt es bereits viele Beispiele aus der Industrie und dem Handel, die diese Konzepte erfolgreich umsetzen. Ein Beispiel aus der Industrie ist die Firma DHL, die ein Programm zur Reduzierung von CO2-Emissionen im Transportwesen hat und damit zur Erreichung der SDGs 13 und 14 beiträgt. Ein Beispiel aus dem Handel ist die Firma H&M, die ein Nachhaltiges Supply Chain Management implementiert hat und damit zur Erreichung der SDGs 8, 12 und 14 beiträgt.

Es ist wichtig, dass Unternehmen die nachhaltige Logistik und Supply Chain in ihre Platzierung und Verteilung integrieren, um zur Schaffung einer nachhaltigen Zukunft beizutragen und die Erreichung der SDGs zu unterstützen. Durch die Verwendung von nachhaltigen Logistik- und Supply Chain-Konzepten werden CO2- Emissionen reduziert, Abfall und Verschwendung reduziert und die Umweltauswirkungen entlang der gesamten Lieferkette berücksichtigt.

D. Promotion Der Abschnitt Promotion bezieht sich auf die Art und Weise, wie ein Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistungen bewirbt und kommuniziert. Im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit ist es wichtig, dass die Kommunikation und Promotion dieser Produkte oder Dienstleistungen auf eine nachhaltige Art und Weise erfolgen. Dies beinhaltet die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien, die Vermeidung von umweltbelastenden Praktiken und die Verwendung von Kommunikationskanälen, die einen minimalen ökologischen Fußabdruck haben. Ein Beispiel für nachhaltige Kommunikation in der Promotion ist die Verwendung von sozialen Medien, um die Nachhaltigkeitsleistungen eines Unternehmens zu kommunizieren. Dies kann beispielsweise durch die Veröffentlichung von Videos

oder Fotos von umweltfreundlichen Produktionsprozessen oder durch die Verwendung von Influencer Marketing erfolgen, bei dem nachhaltige Persönlichkeiten als Markenbotschafter fungieren.

Ein weiteres Beispiel ist die Verwendung von Umweltzertifikaten wie dem "FSC" oder "PEFC" Label, um die Nachhaltigkeit von Papier- und Holzprodukten zu kommunizieren. Dies gibt den Kunden die Möglichkeit, auf einen Blick zu erkennen, dass das Produkt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stamm t und trägt somit zur Unterstützung von nachhaltigen Waldbewirtschaftung bei.

Ein weiteres Beispiel ist die Verwendung von Out-of-Home-Werbung, die auf nachhaltige Art und Weise produziert wird. Dies kann beispielsweise durch die Verwendung von LED-Leuchten statt von herkömmlichen Leuchtmitteln oder durch die Verwendung von solarbetriebenen Werbemitteln erfolgen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die SDGs Nummer 12 und 13, die sich mit nachhaltiger Produktion und Konsum sowie mit Klimaschutz befassen, in die Promotion und Kommunikation einbezogen werden. Unternehmen können sich beispielsweise auf die Verringerung ihres CO2-Fußabdrucks oder auf die Verwendung von erneuerbaren Energien fokussieren.

Um die Umsetzung dieser nachhaltigen Promotion und Kommunikation in der Praxis zu unterstützen, können Unternehmen auf Leitfäden und Standards zurückgreifen, wie z.B. auf den "Global Reporting Initiative (GRI)" oder auf die "Sustainability Accounting Standards Board (SASB)". Ein Industrieunternehmen kann beispielsweise in seiner Werbung auf die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien und Produktionsprozessen hinweisen. Es kann sich auf seine Bemühungen bezüglich Energieeffizienz und Ressourcenschonung konzentrieren und zeigen, wie es zur Unterstützung der SDGs beiträgt. Es kann auch die Möglichkeiten der Reparatur, Wartung und Wiederverwendung seiner Produkte betonen, um die Lebensdauer der Produkte zu verlängern und somit die Abfallmenge zu reduzieren.

Ein Handelsunternehmen kann seine nachhaltigen Bemühungen in Bezug auf die Produkte, die es verkauft, hervorheben. Es kann sich auf die Verwendung von nachhaltigen Verpackungsmaterialien und den Einsatz von erneuerbaren Energien in seinen Geschäftsstellen konzentrieren. Es kann auch Anreizsysteme für die Rückgabe von Produkten durch die Kunden schaffen und sich auf seine Bemühungen bezüglich der Unterstützung von lokalen Gemeinschaften und kleinen Unternehmen konzentrieren. In Bezug auf die Kommunikation können beide Unternehmen ihre nachhaltigen Bemühungen auf ihren Websites und in sozialen Medien hervorheben, sowie in ihren Geschäftsberichten und anderen Unternehmensdokumenten. Sie können auch Veranstaltungen und Kampagnen durchführen, um ihre nachhaltigen Bemühungen zu kommunizieren und die Öffentlichkeit zu informieren und zu sensibilisieren.

Bei der Auswahl der Werbemittel und Werbeträger hat die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in der Werbung eine Reihe von Auswirkungen. Ein wichtiger Aspekt ist die Verwendung von nachhaltigen Materialien. Dies kann beispielsweise die Verwendung von Recyclingpapier für Flyer und Broschüren, die Verwendung von biologisch abbaubaren Plastikmaterialien für Werbemittel oder die Verwendung von nachhaltig produzierten Textilien für Giveaways sein.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Wahl des Werbeträgers. Hierbei kann es sinnvoll sein, auf digitale Werbemaßnahmen zu setzen, um Papierverschwendung zu vermeiden oder auf Werbemaßnahmen in der Nähe des Unternehmensstandortes zu setzen um die CO2 Emissionen zu reduzieren.

Außerdem kann es sinnvoll sein, auf Nachhaltigkeit in der Produktion und bei den Lieferanten zu achten und dies in der Werbung hervorzuheben, um so die Nachhaltigkeit des Unternehmens zu kommunizieren und sich von der Konkurrenz abzuheben. Es gibt auch Unternehmen, die sich auf nachhaltige Werbemaßnahmen spezialisiert haben, die eine breite Palette an nachhaltigen Werbemöglichkeiten anbieten, wie z.B. Out-of-home-Werbung auf Solar- oder Windenergiebetriebenen Plattformen, mobile Werbung mit Elektromobilität und digitale Werbung mit nachhaltiger IT- Infrastruktur. Es gibt viele Möglichkeiten, Werbemaßnahmen und Werbemittel nachhaltig auszugestalten und damit einen Beitrag zum Schutz der Umwelt und zur Förderung nachhaltiger Praktiken zu leisten. In Bezug auf nachhaltige Werbemaßnahmen und die Wahl von Werbemitteln und Werbeträgern gibt es einige Best Practices, die Unternehmen berücksichtigen können:

Verwendung von nachhaltigem Papier für Printmedien wie Flyer, Broschüren und Plakate.

Verwendung von LED-Leuchtreklamen statt herkömmlicher Leuchtreklamen, um Energie zu sparen.

Verwendung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrädern oder Elektrofahrzeugen für die Durchführung von Promotion-Aktionen.

Verwendung von Online-Marketing-Kanälen und Social Media, um Papierverschwendung zu vermeiden und die Reichweite der Botschaft zu erhöhen.

Verwendung von biologisch abbaubaren und recyclebaren Materialien für Werbemittel wie Taschen oder Giveaways.

Verwendung von Influencer Marketing und Kooperationen mit Umweltorganisationen oder Nachhaltigkeitsinitiativen, um die Glaubwürdigkeit der Botschaft zu erhöhen.

Verwendung von Virtual-Reality-Technologie und Augmented-Reality- Technologie, um die Wahrnehmung von Produkten und Dienstleistungen zu verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu minimieren.

Verwendung von Nachhaltigkeitslabeln und Zertifikaten, um die Glaubwürdigkeit der Botschaft zu erhöhen und die Transparenz gegenüber Kunden und Stakeholdern zu erhöhen.

Exkurs Online-Marketing: Ein nachhaltiges Online-Marketing bezieht sich auf die Anwendung von Strategien und Techniken, die auf die Verringerung von negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft ausgerichtet sind. Es umfasst verschiedene Bereiche wie Performance-Marketing, Social-Media-Marketing und Newsletter-Marketing.

Performance-Marketing bezieht sich auf die Schaltung von Werbekampagnen auf Online-Plattformen, bei denen eine Provision für jeden erfolgreichen Verkauf gezahlt wird. Um nachhaltiges Performance-Marketing zu betreiben, sollten Unternehmen auf die Auswahl von Partnern achten, die ökologisch und sozial verantwortungsbewusst agieren. Auch sollten sie auf eine transparente und lückenlose Nachhaltigkeitsberichterstattung achten.

Social-Media-Marketing bezieht sich auf die Vermarktung von Produkten oder Dienstleistungen über soziale Medienplattformen. Um nachhaltiges Social-Media- Marketing zu betreiben, sollten Unternehmen auf die Verwendung von natürlichen Ressourcen achten, indem sie z.B. auf natürliche Lichtquellen und Energieeffizienz setzen. Auch sollten sie auf die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien setzen und die Verwendung von Plastik minimieren.

Newsletter-Marketing bezieht sich auf die Verwendung von E-Mail-Marketing, um Kunden über Angebote, Neuigkeiten und andere Informationen zu informieren. Um nachhaltiges Newsletter-Marketing zu betreiben, sollten Unternehmen auf die Reduzierung der Menge an verschickten E-Mails achten, indem sie z.B. Double-Opt- in-Verfahren einführen oder automatische Abmeldefunktionen einrichten. Auch sollten sie auf die Verwendung von umweltfreundlichen E -Mail-Clients und -Server achten, die Energieeffizienz und Rechenleistung optimieren. Durch die Verwendung von HTML-E-Mails anstelle von Anhängen können auch die Datenmengen und somit der CO2-Ausstoß reduziert werden. Ein nachhaltiges WebDesign und eine gute User Experience (UX) sind ebenfalls wichtige Aspekte bei der Gestaltung einer nachhaltigen Online-Präsenz. Dies umfasst die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien, die Minimierung von Ressourcenverbrauch und die Vermeidung von Abfall durch die Verwendung von recycelbaren Elementen. Eine nachhaltige IT-Architektur ist auch wichtig, um sicherzustellen, dass die Online- Präsenz energieeffizient und ressourcenschonend betrieben wird. Dies beinhaltet die Verwendung von Cloud-Computing-Services, die Verwendung von energieeffizienten Servern und die Optimierung der Netzwerkleistung.

Es ist wichtig, dass Unternehmen, die eine nachhaltige Online-Präsenz aufbauen möchten, sorgfältig die Anforderungen ihrer Partner und Dienstleister prüfen, um sicherzustellen, dass diese auch nachhaltig agieren. Eine nachhaltige Online-Präsenz erfordert eine ganzheitliche Betrachtung und den Einsatz von nachhaltigen Praktiken in allen Bereichen des Online-Marketings, von der Wahl der Partner und Dienstleister bis hin zur technischen Umsetzung. Durch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit bei der Gestaltung der Online-Präsenz können Unternehmen einen Beitrag zur Schaffung einer nachhaltigen Zukunft leisten und die Erreichung der SDGs unterstützen.

E. Planet Das 5. P im erweiterten Marketing-Mix, das "Planet", bezieht sich auf die Berücksichtigung der Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen.

Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Ausgestaltung der Kreislaufwirtschaft, bei der die Rückholung und Wiederverwendung von Produkten im Fokus steht.

Sharing bezieht sich auf die gemeinsame Nutzung von Gütern und Dienstleistungen, wodurch die Anzahl der notwendigen Produkte reduziert wird und somit der Ressourcenverbrauch und die Umweltauswirkungen minimiert werden. Ein Beispiel aus der Industrie ist die Vermietung von Werkzeugen und Maschinen durch Unternehmen wie Bosch oder Hilti, die damit den Bedarf an Neuanschaffungen reduzieren und damit zur Erreichung der SDG 12 (Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster) beitragen. Repair bezieht sich auf die Reparatur von defekten Produkten, anstatt sie durch neue zu ersetzen. Ein Beispiel aus dem Handel ist das Konzept der "Repair Cafés", bei denen ehrenamtliche Experten kostenlos Reparaturen an Produkten aller Art durchführen und damit zur Erreichung der SDG 12 beitragen.

Refurbish bezieht sich auf die Wiederaufbereitung von gebrauchten Produkten, um ihre Lebensdauer zu verlängern. Ein Beispiel aus der Industrie ist die Wiederaufbereitung von Elektronikgeräten durch Unternehmen wie Fairphone oder Apple, die damit zur Erreichung der SDG 12 beitragen.

Maintain bezieht sich auf die regelmäßige Wartung von Produkten, um ihre Lebensdauer zu verlängern und somit den Bedarf an Neuanschaffungen zu reduzieren. Ein Beispiel aus dem Handel ist die Verkauf von Wartungs- und Reparaturdienstleistungen, die zur Erreichung der SDG 12 beitragen.

Reuse bezieht sich auf die erneute Verwendung von Produkten, anstatt sie wegzuwerfen. Ein Beispiel aus dem Handel ist die Verkauf von gebrauchten Produkten durch Second Hand-Läden oder Online-Plattformen wie Ebay, die zur Erreichung der SDG 12 beitragen. Upcycling bezieht sich auf die Verwertung von Abfällen oder gebrauchten Produkten, um daraus neue Produkte mit höherem W ert zu erschaffen. Ein Beispiel aus der Industrie ist die Verarbeitung von Altreifen zu neuen Produkten wie Schallschutzwänden oder Pflanzgefäßen, die zur Erreichung der SDG 12 beitragen.

Recycling bezieht sich auf die Verwertung von Abfällen oder gebrauchten Produkten, um daraus Rohstoffe für die Produktion neuer Produkte zu gewinnen.

Ein Beispiel aus der Industrie ist die Verarbeitung von Altpapier zu neuen Papiererzeugnissen, die zur Erreichung der SDG 12 beitragen.

Der Handel hat hierbei eine Schlüsselrolle, da er als letzter Kontaktpunkt im Zuge des Verkaufs eines Produktes nun der erste Kontaktpunkt für die Rücknahme der Produkte ist. Er kann Anreizsysteme schaffen, damit Kunden nach der Nutzung die Produkte zurückbringen, zum Beispiel durch eine Rückgabe- oder Reparaturgarantie. Auch kann er die Rückführung in die jeweiligen Stufen der Wertschöpfungskette orchestrieren, beispielsweise durch Partnerschaften mit Recycling-Unternehmen oder Reparaturdienstleistern.

Das 5. P "Planet" im erweiterten Marketing-Mix stellt eine wichtige Ergänzung zu den traditionellen 4 P (Produkt, Preis, Platzierung und Promotion) dar, da es sich speziell mit der Berücksichtigung der Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen beschäftigt. Während die traditionellen 4 P sich auf den Vertrieb ausrichten, fehlt für die Kreislaufwirtschaft ein Pendant, das sich speziell mit der Rückführung und somit rückwertigen Wertschöpfungskette im Zuge der Kreislaufwirtschaft beschäftigt. Das 5. P "Planet" erfüllt diese Rolle, indem es sich auf die Rückholung von Produkten und deren Wiederverwendung in der Wertschöpfungskette konzentriert.

Die einzelnen 4 P können die Kreislaufwirtschaft unterstützen, indem sie zum Beispiel die Produktentwicklung und -design auf die Wiederverwendbarkeit ausrichten, nachhaltige Preismodelle anbieten, eine nachhaltige Logistik und Supply Chain implementieren und eine nachhaltige Kommunikation betreiben.

Es hat einen wichtigen Mehrwert in Bezug auf die planetaren Grenzen der Rohstoffe und in Bezug auf Umwelt und Gesellschaft. Durch die Fokussierung auf die Rückholung von Produkten und deren Wiederverwendung in der Wertschöpfungskette, trägt es dazu bei, Ressourcen zu schonen und Abfall zu reduzieren. Dies unterstützt die Erreichung der SDGs 12 (Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster) und SDG 14 (Leben unter Wasser) und trägt dazu bei, die planetaren Grenzen der Rohstoffe zu schützen.

Des Weiteren trägt das 5. P "Planet" dazu bei, die Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen zu minimieren und damit einen Beitrag zur Schaffung einer nachhaltigen Zukunft zu leisten. Es ermöglicht Unternehmen, ihre Verantwortung für die Umwelt und Gesellschaft wahrzunehmen und sich als nachhaltige Unternehmen zu positionieren.

In Summe ist das 5. P ein wichtiger Bestandteil des Marketing-Mix, da es die Berücksichtigung der Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen in den Fokus rückt. Es ermöglicht es Unternehmen, die Rückholung und Wiederverwendung von Produkten in der Wertschöpfungskette zu berücksichtigen und somit einen Beitrag zur Schaffung einer nachhaltigen Zukunft zu leisten. Es unterstützt die Erreichung von SDGs und trägt dazu bei, die planetaren Grenzen der

Rohstoffe zu schützen und die Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen zu minimieren. Insgesamt tragen die Ausgestaltung der Kreislaufwirtschaft mit den Aspekten Sharing, Repair, Sharing, Refurbish, Maintain, Reuse, Upcycling und Recycling dazu bei, Ressourcen zu schonen, Abfall zu reduzieren und die Umweltauswirkungen zu minimieren und somit die Erreichung der SDGs 12 (Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster) und SDG 14 (Leben unter Wasser) unterstützen.

D. Die neue zirkuläre Customer-Journey In der traditionellen Customer-Journey endet der Prozess des Kunden nach dem Kauf des Produktes mit dem "Abfall/Waste" des Produktes. Mit der Einführung der Kreislaufwirtschaft und der Notwendigkeit, Ressourcen zu schonen, ist es jedoch sinnvoll, die Customer-Journey in eine zirkuläre Form zu bringen.

Eine solche zirkuläre Customer-Journey beginnt mit der "Awareness" des Kunden über das Produkt und seine nachhaltigen Eigenschaften. Im nächsten Schritt, der "Consideration", prüft der Kunde, ob das Produkt seinen Anforderungen entspricht und ob es für ihn eine attraktive Option darstellt. Im dritten Schritt, dem "Purchase", kauft der Kunde das Produkt. Nach dem Kauf kommt es zur "Retention", bei der der Kunde das Produkt nutzt und pflegt. Wenn der Kunde zufrieden ist, kann er zum "Advocacy" werden und das Produkt weiterempfehlen. Schließlich kommt es zur "Return"-Phase, bei der der Kunde das Produkt zurückgibt und es in den Kreislauf der Wertschöpfung zurückkehrt, wo es repariert, aufgearbeitet, weiterverkauft oder recycelt werden kann. Diese zirkuläre Customer-Journey ermöglicht es Unternehmen, die Ressourcen effizienter zu nutzen und gleichzeitig die Zufriedenheit ihrer Kunden zu erhöhen. Es erfordert jedoch auch von Unternehmen, ihre Prozesse und ihre Geschäftsmodelle anzupassen, um diese zirkuläre Customer-Journey umzusetzen. Dazu gehört die Schaffung von Anreizsystemen für die Rückgabe von Produkten, die Optimierung der Wiederverwertbarkeit von Produkten und die Schaffung von Partnerschaften mit anderen Unternehmen und Organisationen, um die Rückführung von Produkten in den Kreislauf der Wertschöpfung zu erleichtern.