Nachhaltigkeitstransformation im… · Onlinefassung · Abschnitt 32 von 151
Quellenangaben und Literaturhinweise#
Einleitung Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen.
Dies ist nicht zuletzt auf die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen zurückzuführen, die eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft anstreben.
Auch gesetzliche Vorgaben setzen Unternehmen immer stärker unter Druck, ihre Geschäftspraktiken auf eine nachhaltige Basis zu stellen. Doch was bedeutet Nachhaltigkeit für kleine Handwerksbetriebe? Auf den ersten Blick mag es so scheinen, als ob sich dieser Ansatz eher an große Konzerne richtet, die über die Ressourcen und das Know-how verfügen, um umfangreiche Nachhaltigkeitsmaßnahmen umzusetzen. Doch auch für kleine Handwerksbetriebe ist Nachhaltigkeit von großer Bedeutung. Denn gerade kleine Unternehmen haben oft eine enge Beziehung zu ihrer lokalen Community und ihrer Umwelt. Sie können daher einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die SDGs umzusetzen und die Gesellschaft insgesamt nachhaltiger zu gestalten.
In diesem Buch gehen wir der Frage nach, welche Anforderungen sich aus der Einführung von Nachhaltigkeit für kleine Handwerksbetriebe ergeben. Wir beschäftigen uns mit gesetzlichen Vorgaben, Anforderungen an den eigenen Betrieb, Anforderungen an die Kunden und Anforderungen an die Lieferanten. Wir zeigen auf, wie kleine Handwerksbetriebe Nachhaltigkeit in ihrem täglichen Geschäft umsetzen können und welche Herausforderungen dabei auftreten können. Wir geben Empfehlungen, wie man diese Herausforderungen meistern und damit langfristig erfolgreich sein kann.
Nachhaltigkeit betrifft uns alle und jeder kann einen Beitrag dazu leisten. Dies gilt auch für kleine Handwerksbetriebe. Wir hoffen, dass dieses Buch Ihnen dabei helfen wird, Nachhaltigkeit in Ihrem Betrieb zu implementieren und damit langfristig erfolgreich zu sein." Gesetzliche Vorgaben In Deutschland gibt es eine Vielzahl von gesetzlichen Vorgaben, die sich auf die Nachhaltigkeit von Handwerksbetrieben beziehen. Diese Vorgaben unterscheiden sich jedoch je nach Branche und Betriebsgröße. Im Folgenden werden einige der wichtigsten Vorgaben für kleine Handwerksbetriebe in den Branchen Holzhandwerk, Elektrotechnik, Bauhandwerk und Sanitärhandwerk beschrieben.
1) Holzhandwerk Für das Holzhandwerk sind im Deutschland insbesondere folgende Verordnungen und Gesetze relevant:
EU-Holzverordnung (EUTR): Diese Verordnung verpflichtet Unternehmen, die Holz und Holzprodukte in die EU einführen oder innerhalb der EU weiterverkaufen, sicherzustellen, dass das Holz aus legalen Quellen stammt. Unternehmen müssen ein Due-Diligence-System einrichten, um zu überprüfen, ob das Holz legal gewonnen wurde. Unternehmen, die gegen die EUTR verstoßen, können mit hohen Strafen belegt werden. Verordnung über die Erfassung und Meldung von Daten zur Verwendung von Holz und Holzprodukten (Holzverwendungsverordnung - HolzVwV): Diese Verordnung verpflichtet Unternehmen, die Holz und Holzprodukte verwenden, die verwendeten Mengen und die Herkunft des Holzes zu erfassen und diese Daten an die zuständige Behörde zu melden.
Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG): Dieses Gesetz regelt den Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen, darunter auch die Emissionen aus der Holzverarbeitung.
Bundes-Holzschutzgesetz (BHG): Dieses Gesetz regelt den Schutz von Holz gegen Pilze, Insekten und andere Schädlinge. Abfallverbringungsgesetz (AVG): Dieses Gesetz regelt die Verbringung von Abfällen, darunter auch Abfälle aus der Holzverarbeitung. Chemikaliengesetz (ChemG): Dieses Gesetz regelt den Umgang mit Chemikalien, darunter auch solche, die in der Holzverarbeitung verwendet werden.
Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG): Dieses Gesetz regelt den Schutz der Beschäftigten vor gesundheitlichen Gefahren am Arbeitsplatz, darunter auch Gefahren, die in der Holzverarbeitung auftreten können.
2) Elektrohandwerk Für das Elektrohandwerk sind im Deutschland insbesondere folgende Verordnungen und Gesetze relevant: • ElektroG (