WÖMM 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 3 von 68

Executive Summary#

PDF-Fassung

Das Wirkungsökonomische Managementmodell ist ein integriertes Referenzmodell für die Führung von Organisationen als Wirkungssysteme. Es beantwortet fünf Fragen: Woran richten wir uns aus? In welchen Wirkungszusammenhängen handeln wir? Welche Managementfelder müssen gestaltet werden? Wie wird aus Beobachtung eine lernende Entscheidung? Und welche Rollen, Daten und Regeln verankern das Modell im Alltag?

Die sechs Elemente#

Tabelle 2: Die sechs Bausteine des WÖMM Element Leitfrage Funktion Wirkungskompass Welche Richtung ist legitim und wünschenswert?

Verbindet Mensch, Planet und Demokratie mit SDGs, Agenda 2030, SDG+, Wirkungsgrenzen und positiver Netto-Wirkung. Systemlandkarte Wer oder was ist betroffen und wie hängen die Wirkungen zusammen? Erfasst Wirkungsempfänger, Wirkungsräume, Wirkpfade, Wirkungen erster bis dritter Ordnung, Zeit, Risiken und Interdependenzen. Managementarchitektur Welche Felder müssen Unternehmen gestalten?

Ordnet zwölf Managementfelder von Zweck und Strategie über Geschäftsmodell, Wertschöpfung, Organisation und Kapital bis zu Controlling, Governance und Transformation. Wirkungsrealisierungsarchitektur Wie wird aus dem Wirkungsziel eine dauerhaft verfügbare Fähigkeit und tatsächlich eingetretene Wirkung? Verbindet Capability Architecture, Wertströme, Prozesse, Operating Model, Daten und Technologie, Delivery sowie Change und Adoption.

Wirkungsrad Wie wird Wirkung gesteuert und gelernt? Verbindet Wahrnehmen, Verstehen, Bewerten, Entscheiden, Gestalten, Umsetzen, Messen und Rückkoppeln. Betriebssystem Wie wird das Modell institutionell wirksam?

Verankert Rollen, Managementrhythmen, Daten, Kontrollen, Governance, Assurance, Qualifizierung und Versionierung.

Die vier Bedingungen dauerhaften Managementerfolgs#

Abbildung 2: Die wirkungsökonomische Erfolgslogik Das Modell versteht die Erfolgsfaktoren logisch multiplikativ. Positive Netto-Wirkung ohne wirtschaftliche Tragfähigkeit bleibt instabil. Tragfähigkeit ohne positive Netto-Wirkung konserviert schädliche Geschäftsmodelle. Beides ohne Resilienz hält Krisen nicht stand. Und ein System ohne Lernfähigkeit wiederholt Fehler, weil neue Informationen keine Entscheidung verändern.

Die zwölf Managementfelder#

Abbildung 3: Die zwölf Managementfelder in vier Gestaltungsclustern

Die zentrale Entscheidungsregel#

Wirkung vor Optimierung Eine Option darf erst dann auf Preis, Geschwindigkeit, Marge oder Skalierung optimiert werden, wenn Legitimität, Wirkungslogik, Mindest-Netto-Wirkung und grundlegende Resilienz geprüft sind. Schwere negative Wirkung kann nicht durch positive Einzelwerte kompensiert werden.

Der praktische Nutzen#

Für Aufsichtsorgane: ein überprüfbarer Rahmen für Unternehmenszweck, Wirkungsgrenzen, Strategie und Kontrolle.