WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 112 von 244

I01 · Annahmen- und Unsicherheitslandkarte#

PDF-Fassung

Canvas / Analysemethode Strategische Vorausschau und Entscheidungsintelligenz Version 2.0 · Que llen: INT-01 · INT-02 · INT-03 · EXT-FOR-01 · EXT-SYS-11 Zukunftsannahmen, Wissenslücken und Unsicherheitsarten sichtbar machen, bevor Strategie oder Investition festgelegt werden. Verbindlicher Output Versioniertes Annahmenregister mit Unsicherheitsklasse, Bedeutung, Evidenz, Verantwortlichen und Aktualisierungstriggern.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Wenn die entsprechende Managementfunktion entscheidungsrelevant ist und ein versionierter, nachvollziehbarer Output benötigt wird.

Nicht geeignet Nicht als Ersatz für fachliche Detailanalyse, Rechtsprüfung oder unabhängige Expertise verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 4–10 Personen Benötigte Inputs Wirkungsmandat, vorhandene Daten und relevante Vorarbeiten Schnitts tellen Vorgänger: A01–A06. Nachfolger: abhängig vom Ergebnis.

Vorgehen#

1. Entscheidungsgegenstand und Zeithorizont festlegen.

2. Explizite und implizite Annahmen sammeln.

3. Annahmen nach Evidenz, Beeinflussbarkeit und Unsicherheitsart klassifizieren.

4. Kritische Abhängigkeiten und Kaskaden identifizieren.

5. Widerlegungsindikatoren und Beobachtungsverantwortung festlegen.

6. Annahmen in Szenarien, Gates und Reviewrhythmen überführen.

Leitfragen#

 Welche Annahme muss stimmen, damit die Entscheidung trägt?

 Welche Unsicherheit ist messbar, welche tief oder strukturell?

 Welches Signal würde einen Kurswechsel auslösen?

I01 · Annahmen- und Unsicherheitslandkarte – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Matrix: Annahme × Evidenz × Unsicherheit × Wirkungsschwere × Trigger; kritische Annahmen rot markieren.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenze, Wirkungsziel und Schutzrahmen sind eindeutig.

 Befunde, Annahmen, Modelle und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Der Output besitzt Owner, Version, Evidenzstatus und eine klare nächste Entscheidung.

 Unsicherheit und alternative Zukünfte werden nicht zu Scheingenauigkeit verdichtet.

 Trigger für Kurswechsel sind beobachtbar.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Methode nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Workshopkonsens darf Betroffene, negative Wirkung, Machtasymmetrien oder Minderheitsvoten nicht ausblenden.

 Keine Fach-, Rechts-, Sicherheits- oder Datenprüfung durch ein Canvas ersetzen.

 Ein Lieblingsszenario nicht als Prognose ausgeben.

Varianten#

 Kurzcheck 45 Minuten  Standardworkshop  Deep Dive mit Daten- und Fachanalyse

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-02 · INT-03 · EXT-FOR-01 · EXT-SYS-11. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations-, Realisierungs- und Rückkopplungslogik.