WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 115 von 244

I04 · Mehrfachszenario-Konstruktion#

PDF-Fassung

Canvas / Analysemethode Strategische Vorausschau und Entscheidungsintelligenz Version 2.0 · Que llen: INT-03 · EXT-FOR-01 · EXT-PUB-10 · EXT-SYS-03 Mehrere plausible, intern konsistente Zukunftsräume entwickeln, ohne Prognose als Gewissheit auszugeben.

Verbindlicher Output Drei bis fünf Szenarien mit Treiberlogik, Zustandsbild, Wirkungsfolgen, Frühindikatoren und Managementimplikationen.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Wenn die entsprechende Managementfunktion entscheidungsrelevant ist und ein versionierter, nachvollziehbarer Output benötigt wird.

Nicht geeignet Nicht als Ersatz für fachliche Detailanalyse, Rechtsprüfung oder unabhängige Expertise verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 4–10 Personen Benötigte Inputs Wirkungsmandat, vorhandene Daten und relevante Vorarbeiten Schnitts tellen Vorgänger: A01–A06. Nachfolger: abhängig vom Ergebnis.

Vorgehen#

1. Fokusfrage, Zeitraum und Systemgrenze definieren.

2. Kritische Treiber und Unsicherheiten auswählen.

3. Szenariologik und konsistente Kombinationen bilden.

4. Zustände für Mensch, Planet, Demokratie und Organisation beschreiben.

5. Wirkungsrisiken, Chancen und Capability-Anforderungen ableiten.

6. Frühindikatoren und Übergänge zwischen Szenarien bestimmen.

Leitfragen#

 Welche Zukünfte sind plausibel, obwohl sie unserer Erwartung widersprechen?

 Was bleibt in allen Szenarien notwendig?  Welche heutigen Entscheidungen erzeugen Lock-ins?

I04 · Mehrfachszenario-Konstruktion – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Szenariomatrix plus je Szenario eine Zustandskarte und Indikatorleiste.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenze, Wirkungsziel und Schutzrahmen sind eindeutig.

 Befunde, Annahmen, Modelle und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Der Output besitzt Owner, Version, Evidenzstatus und eine klare nächste Entscheidung.

 Unsicherheit und alternative Zukünfte werden nicht zu Scheingenauigkeit verdichtet.

 Trigger für Kurswechsel sind beobachtbar.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Methode nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Workshopkonsens darf Betroffene, negative Wirkung, Machtasymmetrien oder Minderheitsvoten nicht ausblenden.

 Keine Fach-, Rechts-, Sicherheits- oder Datenprüfung durch ein Canvas ersetzen.

 Ein Lieblingsszenario nicht als Prognose ausgeben.

Varianten#

 Kurzcheck 45 Minuten  Standardworkshop  Deep Dive mit Daten- und Fachanalyse

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-FOR-01 · EXT-PUB-10 · EXT-SYS-03. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations-, Realisierungs- und Rückkopplungslogik.