WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 116 von 244

I05 · Strategie- und Wirkungsstresstest#

PDF-Fassung

Canvas / Analysemethode Strategische Vorausschau und Entscheidungsintelligenz Version 2.0 · Que llen: INT-03 · EXT-FOR-01 · EXT-MGT-14 · EXT-RES-02 Strategien, Geschäftsmodelle oder politische Maßnahmen unter mehreren Zukunfts- und Störungslagen prüfen. Verbindlicher Output Stresstestbericht mit Versagensmodi, Wirkungseinbrüchen, Grenzverletzungen, Robustheitslücken und Redesign-Aufträgen.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Wenn die entsprechende Managementfunktion entscheidungsrelevant ist und ein versionierter, nachvollziehbarer Output benötigt wird.

Nicht geeignet Nicht als Ersatz für fachliche Detailanalyse, Rechtsprüfung oder unabhängige Expertise verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 4–10 Personen Benötigte Inputs Wirkungsmandat, vorhandene Daten und relevante Vorarbeiten Schnitts tellen Vorgänger: A01–A06. Nachfolger: abhängig vom Ergebnis.

Vorgehen#

1. Strategieelemente, Zielwirkungen und Abhängigkeiten aufnehmen.

2. Szenarien und Schocks auswählen. 3. Finanzielle, operative, soziale, ökologische und demokratische Wirkung prüfen.

4. Kaskaden, Engpässe und nicht kompensierbare Folgen identifizieren.

5. Robustheitsoptionen und Schutzmaßnahmen entwickeln.

6. Gate-Entscheidung und Wiederholungsrhythmus festlegen.

Leitfragen#

 Was bricht zuerst?  Welche Wirkung wird unter Stress auf andere verlagert?

 Welche Option verbessert Robustheit ohne neue Schäden?

I05 · Strategie- und Wirkungsstresstest – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Matrix Strategiebaustein × Szenario; Ampel für Wirkung, Tragfähigkeit, Resilienz und Lernfähigkeit.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenze, Wirkungsziel und Schutzrahmen sind eindeutig.

 Befunde, Annahmen, Modelle und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Der Output besitzt Owner, Version, Evidenzstatus und eine klare nächste Entscheidung.

 Unsicherheit und alternative Zukünfte werden nicht zu Scheingenauigkeit verdichtet.

 Trigger für Kurswechsel sind beobachtbar.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Methode nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Workshopkonsens darf Betroffene, negative Wirkung, Machtasymmetrien oder Minderheitsvoten nicht ausblenden.

 Keine Fach-, Rechts-, Sicherheits- oder Datenprüfung durch ein Canvas ersetzen.

 Ein Lieblingsszenario nicht als Prognose ausgeben.

Varianten#

 Kurzcheck 45 Minuten  Standardworkshop  Deep Dive mit Daten- und Fachanalyse

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-FOR-01 · EXT-MGT-14 · EXT-RES-02. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations-, Realisierungs- und Rückkopplungslogik.