WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 118 von 244

I07 · Entscheidungsklassen- und Reversibilitätscheck#

PDF-Fassung

Canvas / Analysemethode Strategische Vorausschau und Entscheidungsintelligenz Version 2.0 · Que llen: INT-03 · EXT-SYS-11 · EXT-MGT-14 · EXT-FOR-01 Entscheidungsmodus, Beteiligung, Evidenz- und Assurancetiefe an Komplexität, Reversibilität und Wirkungsschwere anpassen. Verbindlicher Output Klassifizierte Entscheidung mit vorgeschriebenem Verfahren, Gate, Beteiligung, Prüftiefe und Reviewfrequenz.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Wenn die entsprechende Managementfunktion entscheidungsrelevant ist und ein versionierter, nachvollziehbarer Output benötigt wird.

Nicht geeignet Nicht als Ersatz für fachliche Detailanalyse, Rechtsprüfung oder unabhängige Expertise verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 4–10 Personen Benötigte Inputs Wirkungsmandat, vorhandene Daten und relevante Vorarbeiten Schnitts tellen Vorgänger: A01–A06. Nachfolger: abhängig vom Ergebnis.

Vorgehen#

1. Entscheidungsgegenstand und mögliche Folgen beschreiben.

2. Reversibilität, Zeithorizont und Pfadabhängigkeit bewerten.

3. Komplexität, Neuheit und Evidenzgrad einordnen.

4. Wirkungsschwere, Rechte- und Sicherheitsnähe prüfen.

5. Entscheidungsmodus und erforderliche Rollen festlegen.

6. Dokumentations-, Assurance- und Revisit-Regel beschließen.

Leitfragen#

 Ist die Entscheidung reversibel oder nur scheinbar?

 Welche Betroffenen tragen Folgen ohne Mitsprache?

 Welche Evidenz reicht für diesen Risikotyp?

I07 · Entscheidungsklassen- und Reversibilitätscheck – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Entscheidungsmatrix aus Reversibilität × Wirkungsschwere × Komplexität; zugeordnetes Verfahren.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenze, Wirkungsziel und Schutzrahmen sind eindeutig.

 Befunde, Annahmen, Modelle und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Der Output besitzt Owner, Version, Evidenzstatus und eine klare nächste Entscheidung.

 Unsicherheit und alternative Zukünfte werden nicht zu Scheingenauigkeit verdichtet.

 Trigger für Kurswechsel sind beobachtbar.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Methode nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Workshopkonsens darf Betroffene, negative Wirkung, Machtasymmetrien oder Minderheitsvoten nicht ausblenden.

 Keine Fach-, Rechts-, Sicherheits- oder Datenprüfung durch ein Canvas ersetzen.

 Ein Lieblingsszenario nicht als Prognose ausgeben.

Varianten#

 Kurzcheck 45 Minuten  Standardworkshop  Deep Dive mit Daten- und Fachanalyse

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-SYS-11 · EXT-MGT-14 · EXT-FOR-01. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations-, Realisierungs- und Rückkopplungslogik.