WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 121 von 244

J01 · Wirkungs-Capability-Map#

PDF-Fassung

Canvas / Analysemethode Business Architecture, Capabilities und Zielarchitektur Version 2.0 · Que llen: INT-03 · EXT-ARC-01 · EXT-ARC-02 · EXT-ARC-03 Stabile Fähigkeiten identifizieren, die ein System unabhängig von Organigramm, Projekten oder Technologien dauerhaft beherrschen muss. Verbindlicher Output Hierarchische Capability Map mit Definition, Wirkungsbeitrag, Owner und Systemgrenze.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Wenn die entsprechende Managementfunktion entscheidungsrelevant ist und ein versionierter, nachvollziehbarer Output benötigt wird.

Nicht geeignet Nicht als Ersatz für fachliche Detailanalyse, Rechtsprüfung oder unabhängige Expertise verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 4–10 Personen Benötigte Inputs Wirkungsmandat, vorhandene Daten und relevante Vorarbeiten Schnitts tellen Vorgänger: A01–A06. Nachfolger: abhängig vom Ergebnis.

Vorgehen#

1. Wirkungsversprechen und strategische Outcomes aufnehmen.

2. Fähigkeiten als „Was muss das System können?“ formulieren.

3. Capabilities hierarchisch strukturieren und redundanzfrei abgrenzen.

4. Wirkungsbeitrag, Empfänger und kritische Abhängigkeiten verknüpfen.

5. Owner und relevante Organisationen zuordnen.

6. Map versionieren und mit Portfolio, Daten und Prozessen verbinden.

Leitfragen#

 Welche Fähigkeit bleibt nötig, auch wenn Struktur oder Technologie wechseln?

 Welche Capability ist wirkungskritisch?  Wo verwechseln wir Fähigkeit mit Abteilung oder Prozess?

J01 · Wirkungs-Capability-Map – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Mehrstufige Capability Map; Farben für strategisch, operativ, unterstützend und Schutzfähigkeit.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenze, Wirkungsziel und Schutzrahmen sind eindeutig.

 Befunde, Annahmen, Modelle und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Der Output besitzt Owner, Version, Evidenzstatus und eine klare nächste Entscheidung.

 Capabilities sind organisationsneutral und outcome-bezogen definiert.

 Architektursichten sind konsistent miteinander verknüpft.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Methode nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Workshopkonsens darf Betroffene, negative Wirkung, Machtasymmetrien oder Minderheitsvoten nicht ausblenden.

 Keine Fach-, Rechts-, Sicherheits- oder Datenprüfung durch ein Canvas ersetzen.

 Capabilities nicht mit Abteilungen, Systemen oder Projekten verwechseln.

Varianten#

 Kurzcheck 45 Minuten  Standardworkshop  Deep Dive mit Daten- und Fachanalyse

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-ARC-01 · EXT-ARC-02 · EXT-ARC-03. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations-, Realisierungs- und Rückkopplungslogik.