WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 155 von 244
M08 · Adoptions- und Verhaltensänderungsplan#
Canvas / Analysemethode Change, Adoption, Workforce, Skills und Wissen Version 2.0 · Que llen: INT-02 · INT-03 · EXT- HUM-03 · EXT-HUM-05 Nutzung und neues Verhalten als Ergebnis von Fähigkeit, Gelegenheit, Motivation, Anreizen und Systembedingungen gestalten. Verbindlicher Output Adoptionsplan mit Zielverhalten, Barrieren, Interventionen, ethischen Grenzen, Messung und Verstetigung.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Wenn die entsprechende Managementfunktion entscheidungsrelevant ist und ein versionierter, nachvollziehbarer Output benötigt wird.
Nicht geeignet Nicht als Ersatz für fachliche Detailanalyse, Rechtsprüfung oder unabhängige Expertise verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 4–10 Personen Benötigte Inputs Wirkungsmandat, vorhandene Daten und relevante Vorarbeiten Schnitts tellen Vorgänger: A01–A06. Nachfolger: abhängig vom Ergebnis.
Vorgehen#
1. Zielverhalten präzise und beobachtbar definieren.
2. Capability, Opportunity und Motivation analysieren.
3. Systemische Barrieren, Anreize und Gewohnheiten identifizieren.
4. Interventionen kombinieren und auf Manipulationsrisiko prüfen.
5. Pilotieren, Adoption und Gegenwirkungen messen.
6. Erfolgreiches Verhalten institutionalisieren oder Intervention anpassen.
Leitfragen#
Was verhindert Verhalten trotz Zustimmung?
Welche Anreize wirken gegen die Veränderung?
Wo würde Nudging Autonomie oder Würde verletzen?
M08 · Adoptions- und Verhaltensänderungsplan – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
COM-B-basierte Landkarte plus Interventionen, KII, Schutzgrenzen und Review.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenze, Wirkungsziel und Schutzrahmen sind eindeutig.
Befunde, Annahmen, Modelle und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Der Output besitzt Owner, Version, Evidenzstatus und eine klare nächste Entscheidung.
Übergangslasten, Macht- und Sicherheitsverluste sind sichtbar.
Adoption wird als reales Verhalten, nicht als Kommunikationsteilnahme gemessen.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Methode nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Workshopkonsens darf Betroffene, negative Wirkung, Machtasymmetrien oder Minderheitsvoten nicht ausblenden.
Keine Fach-, Rechts-, Sicherheits- oder Datenprüfung durch ein Canvas ersetzen.
Widerstand nicht pathologisieren und Kommunikation nicht mit Adoption verwechseln.
Varianten#
Kurzcheck 45 Minuten Standardworkshop Deep Dive mit Daten- und Fachanalyse
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-02 · INT-03 · EXT-HUM-03 · EXT-HUM-05. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations-, Realisierungs- und Rückkopplungslogik.