WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 172 von 244
O05 · KI-System-Wirkungsfolgenabschätzung#
Canvas / Analysemethode Daten, Technologie, KI und agentische Systeme Version 2.0 · Que llen: INT-02 · INT-03 · EXT- AI-02 · EXT-AI-01 Voraussichtliche Auswirkungen eines KI-Systems auf Menschen, Gruppen, Organisation, Planet und Demokratie über den Lebenszyklus prüfen. Verbindlicher Output AI Impact Assessment mit Kontext, Betroffe nen, Nutzen, Risiken, Daten, Bias, Rechte, Kontrollen, Monitoring und Entscheidung.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Wenn die entsprechende Managementfunktion entscheidungsrelevant ist und ein versionierter, nachvollziehbarer Output benötigt wird.
Nicht geeignet Nicht als Ersatz für fachliche Detailanalyse, Rechtsprüfung oder unabhängige Expertise verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 4–10 Personen Benötigte Inputs Wirkungsmandat, vorhandene Daten und relevante Vorarbeiten Schnitts tellen Vorgänger: A01–A06. Nachfolger: abhängig vom Ergebnis.
Vorgehen#
1. Systemzweck, Anwendungen und Entscheidungsrolle definieren.
2. Direkte und indirekte Betroffene bestimmen.
3. Nutzen, Risiken, Rechte, Umwelt- und Gesellschaftsfolgen analysieren.
4. Daten, Modell, Human Oversight und Missbrauchsszenarien prüfen.
5. Kontrollen, Monitoring, Beschwerde und Redress gestalten.
6. Freigabe, Einschränkung, Pilot, Redesign oder Verbot entscheiden.
Leitfragen#
Welche Entscheidung trifft oder beeinflusst das System?
Wer kann Schaden nicht selbst erkennen oder anfechten?
Welche Anwendung liegt außerhalb des freigegebenen Kontexts?
O05 · KI-System-Wirkungsfolgenabschätzung – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Lifecycle Canvas mit Use Case, Betroffenen, Wirkung, Risiken, Daten, Oversight, Controls und Exit.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenze, Wirkungsziel und Schutzrahmen sind eindeutig.
Befunde, Annahmen, Modelle und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Der Output besitzt Owner, Version, Evidenzstatus und eine klare nächste Entscheidung.
Datenherkunft, Human Oversight und Decommissioning sind geregelt.
Keine Personenbewertung oder automatisierte normative Letztentscheidung.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Methode nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Workshopkonsens darf Betroffene, negative Wirkung, Machtasymmetrien oder Minderheitsvoten nicht ausblenden.
Keine Fach-, Rechts-, Sicherheits- oder Datenprüfung durch ein Canvas ersetzen.
Human Oversight nicht als symbolischen Klick ohne Eingriffsmöglichkeit gestalten.
Varianten#
Kurzcheck 45 Minuten Standardworkshop Deep Dive mit Daten- und Fachanalyse
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-02 · INT-03 · EXT-AI-02 · EXT-AI-01. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations-, Realisierungs- und Rückkopplungslogik.