WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 171 von 244

O04 · Technologieabhängigkeits-, Lock-in- und Souveränitätskarte#

PDF-Fassung

Canvas / Analysemethode Daten, Technologie, KI und agentische Systeme Version 2.0 · Que llen: INT-03 · EXT-NORM-12 · EXT-RES-02 Kritische Technologie-, Anbieter-, Cloud-, Schnittstellen- und Kompetenzabhängigkeiten analysieren.

Verbindlicher Output Dependency Map mit Kritikalität, Substituierbarkeit, Datenportabilität, Exitkosten, Resilienz und Maßnahmen.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Wenn die entsprechende Managementfunktion entscheidungsrelevant ist und ein versionierter, nachvollziehbarer Output benötigt wird.

Nicht geeignet Nicht als Ersatz für fachliche Detailanalyse, Rechtsprüfung oder unabhängige Expertise verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 4–10 Personen Benötigte Inputs Wirkungsmandat, vorhandene Daten und relevante Vorarbeiten Schnitts tellen Vorgänger: A01–A06. Nachfolger: abhängig vom Ergebnis.

Vorgehen#

1. Kritische Services und Technologien erfassen.

2. Anbieter-, Daten-, Schnittstellen- und Skillabhängigkeiten modellieren.

3. Kritikalität, Wechselbarkeit und Konzentration bewerten.

4. Lock-in-, geopolitische und Sicherheitsrisiken analysieren.

5. Portabilität, Standards, Redundanz und Exitoptionen entwickeln.

6. Investitions- und Kontinuitätsplan festlegen.

Leitfragen#

 Welche Funktion fällt mit einem Anbieter aus?

 Sind Daten und Modelle portierbar?  Welche Abhängigkeit bedroht demokratische oder organisationale Souveränität?

O04 · Technologieabhängigkeits-, Lock-in- und Souveränitätskarte – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Netzwerk aus Services, Technologien, Anbietern und Daten mit Lock-in- und Exitmarkern.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenze, Wirkungsziel und Schutzrahmen sind eindeutig.

 Befunde, Annahmen, Modelle und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Der Output besitzt Owner, Version, Evidenzstatus und eine klare nächste Entscheidung.

 Datenherkunft, Human Oversight und Decommissioning sind geregelt.

 Keine Personenbewertung oder automatisierte normative Letztentscheidung.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Methode nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Workshopkonsens darf Betroffene, negative Wirkung, Machtasymmetrien oder Minderheitsvoten nicht ausblenden.

 Keine Fach-, Rechts-, Sicherheits- oder Datenprüfung durch ein Canvas ersetzen.

 Human Oversight nicht als symbolischen Klick ohne Eingriffsmöglichkeit gestalten.

Varianten#

 Kurzcheck 45 Minuten  Standardworkshop  Deep Dive mit Daten- und Fachanalyse

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-NORM-12 · EXT-RES-02. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations-, Realisierungs- und Rückkopplungslogik.