WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 19 von 244
A01 · WÖMS-Auftragsklärung#
Canvas / Mandatsmethode Wahrnehmen und Abgrenzen Version 1.0 · Quellen: INT-02 · INT-03 · EXT-MGT-01 · EXT-IMP-01 Klären, welche Entscheidung, Zustandsveränderung und Verantwortung der Methodenprozess tatsächlich unterstützen soll. Verbindlicher Output Ein schriftliches Wirkungsmandat mit Entscheidungsfrage, Auftraggeber:in, Entscheidungsspielraum, Betroffenen, Zeithorizont und Abbruchkriterien. Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Auftrag, Grenze, Legitimität, Evidenz oder Beteiligung vor Beginn geklärt werden müssen. Nicht geeignet Nicht als Ersatz für Fachanalyse oder als nachträgliche Legitimation einer bereits feststehenden Entscheidung verwenden. Dauer 60–90 Minuten Beteiligte 3–8 Personen Benötigte Inputs Anlass, Auftrag, strategischer oder politischer Kontext Schnittstellen Vorgänger: keiner. Nachfolger: A02, A03, A04.
Vorgehen#
1. Anlass und auslösende Entscheidung benennen.
2. Gewünschte Zustandsveränderung von bloßer Aktivität trennen.
3. Entscheidungsträger:innen, Verantwortliche und Betroffene bestimmen.
4. Ressourcen, Zeit, Rechtsrahmen und Nicht-Ziele dokumentieren.
5. Entscheidungsspielraum und unverhandelbare Grenzen festlegen.
6. Mandat durch Auftraggeber:in und Moderation freigeben.
Leitfragen#
Welche reale Entscheidung soll nach dem Prozess anders getroffen werden?
Wessen Zustand soll sich verändern – und wer trägt Risiken?
Was darf der Prozess ausdrücklich nicht entscheiden?
A01 · WÖMS-Auftragsklärung – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Einseitige Arbeitsfläche mit sechs Feldern: Anlass, Wirkungsfrage, Entscheidungsobjekt, Verantwortung, Grenzen, erwarteter Output. Leserichtung links nach rechts.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Entscheidungsfrage ist konkret und beantwortbar.
Mandat benennt Betroffene und Entscheidungsbefugnis.
Erfolg wird als Zustandsveränderung formuliert.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Ein allgemeines „Nachhaltigkeit verbessern“ ersetzt kein Mandat.
Auftraggeber dürfen Ergebnisoffenheit nicht nur behaupten, sondern müssen sie institutionell ermöglichen.
Varianten#
Kurzbriefing 20 Minuten Vorstandsmandat öffentliches Mandat mit Beteiligungsauftrag
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-02 · INT-03 · EXT-MGT-01 · EXT-IMP-01. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.