WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 20 von 244
A02 · Wirkungskompass-Ausrichtung#
Orientierungs-Canvas Wahrnehmen und Abgrenzen Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-02 · EXT- NORM-01 · EXT-SYS-16 Den normativen Referenzrahmen Mensch, Planet und Demokratie sowie SDGs, Agenda 2030 und SDG+ für den konkreten Fall operationalisieren. Verbindlicher Output Eine priorisierte Kompasskarte mit relevanten Zielen, Schutzgütern, Spannungen und Begründungen.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Auftrag, Grenze, Legitimität, Evidenz oder Beteiligung vor Beginn geklärt werden müssen. Nicht geeignet Nicht als Ersatz für Fachanalyse oder als nachträgliche Legitimation einer bereits feststehenden Entscheidung verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: A01. Nachfolger: A05, D01.
Vorgehen#
1. Entscheidungsobjekt und Wirkungsraum aus A01 übernehmen.
2. Relevante Dimensionen Mensch, Planet und Demokratie sammeln.
3. SDGs, Targets und SDG+-Felder zuordnen.
4. Betroffene Schutzgüter und Rechte markieren.
5. Zielkonflikte und Interdependenzen sichtbar machen.
6. Priorisierung begründen und versionieren.
Leitfragen#
Welche Ziele sind Referenz – und welche lediglich Mittel?
Welche Dimension wird durch die übliche Betrachtung unsichtbar?
Welche Abhängigkeiten zwischen Mensch, Planet und Demokratie sind kritisch?
A02 · Wirkungskompass-Ausrichtung – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Dreieck Mensch–Planet–Demokratie, darum ein Ring mit SDGs/SDG+; markierte Zielbezüge und Verbindungslinien zeigen Interdependenzen.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Prioritäten sind öffentlich begründet. SDG+ wird als WÖk-Erweiterung gekennzeichnet.
Zielkonflikte werden nicht durch Schlagworte verdeckt.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
SDG-Symbole ersetzen keine Analyse. Die Auswahl darf nicht nur positive Beiträge abbilden.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-02 · EXT-NORM-01 · EXT-SYS-16. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.