WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 183 von 244

P07 · Barrier-, Bow-Tie- und Kontrollwirksamkeitskarte#

PDF-Fassung

Canvas / Analysemethode Qualität, operative Resilienz, Kontrollen und integrierte Assurance Version 2.0 · Que llen: INT-03 · EXT-MGT-14 · EXT-QA-05 Gefahren, Ursachen, präventive und reaktive Barrieren sowie Konsequenzen systematisch verbinden.

Verbindlicher Output Bow-Tie mit Top Event, Ursachen, Folgen, Barrieren, Ownern, Wirksamkeit, Degradation und KII.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Wenn die entsprechende Managementfunktion entscheidungsrelevant ist und ein versionierter, nachvollziehbarer Output benötigt wird.

Nicht geeignet Nicht als Ersatz für fachliche Detailanalyse, Rechtsprüfung oder unabhängige Expertise verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 4–10 Personen Benötigte Inputs Wirkungsmandat, vorhandene Daten und relevante Vorarbeiten Schnitts tellen Vorgänger: A01–A06. Nachfolger: abhängig vom Ergebnis.

Vorgehen#

1. Gefahr, Top Event und Wirkungskonsequenz definieren.

2. Bedrohungen und Ursachen identifizieren.

3. Präventive Barrieren zuordnen. 4. Reaktive Barrieren und Recovery ergänzen.

5. Wirksamkeit, Degradationsfaktoren und Owner bewerten.

6. KII, Tests und Verbesserungen festlegen.

Leitfragen#

 Welche Barriere verhindert, erkennt oder begrenzt?

 Wie kann die Barriere unbemerkt degradieren?

 Welche Folge ist nicht kompensierbar? P07 · Barrier-, Bow-Tie- und Kontrollwirksamkeitskarte – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Klassisches Bow-Tie mit zusätzlicher Wirkungs- und Empfängerleiste.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenze, Wirkungsziel und Schutzrahmen sind eindeutig.

 Befunde, Annahmen, Modelle und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Der Output besitzt Owner, Version, Evidenzstatus und eine klare nächste Entscheidung.

 Kontrollen und Assurance sind risikobasiert und unabhängig genug.

 Kontinuität schützt kritische Wirkung und vulnerable Empfänger.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Methode nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Workshopkonsens darf Betroffene, negative Wirkung, Machtasymmetrien oder Minderheitsvoten nicht ausblenden.

 Keine Fach-, Rechts-, Sicherheits- oder Datenprüfung durch ein Canvas ersetzen.

 Kontrollmenge nicht mit Kontrollwirksamkeit verwechseln.

Varianten#

 Kurzcheck 45 Minuten  Standardworkshop  Deep Dive mit Daten- und Fachanalyse

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-MGT-14 · EXT-QA-05. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations-, Realisierungs- und Rückkopplungslogik.