WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 243 von 244

Anhang I – WÖMS-Methodenradar und Versionierungsregeln#

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 Jede neue Methode wird auf ungedeckte Funktion, Zusatznutzen, Evidenz, Praxisreife, Machtfolgen, Anschlussfähigkeit und Vereinbarkeit mit Mensch, Planet und Demokratie geprüft.

 Kernmethoden ändern sich nur bei begründeter Funktionslücke oder wesentlicher Evidenz. Kompatible Fachmodule können schneller aktualisiert werden. Beobachtungsthemen bleiben im Methodenradar, bis Reife und Nutzen belegt sind.

 Release Notes dokumentieren neue, geänderte, zusammengeführte oder stillgelegte Methoden einschließlich Migrationshinweisen für Canvas, Ausbildung und digitale Werkzeuge.

 Mindestens jährlich erfolgen Quellen- und Standardreview; spätestens alle drei Jahre ein unabhängiges Vollständigkeits-, Fehlsteuerungs- und Wirkungsaudit des WÖMS selbst.

Schluss: Eine gemeinsame Sprache für verantwortbare Gestaltung Das WÖMS macht die Wirkungsökonomie praktisch. Es stellt nicht nur die Frage, ob ein Vorhaben funktioniert, sondern was es bewirkt, für wen, über welche Zeit, mit welchen Nebenwirkungen und unter welchen Grenzen. Es verbindet die Stärke bewährter Management-, Design-, System- und Evaluationsmethoden mit einem anderen Kompass.

Die zentrale Leistung des Methodensystems besteht nicht in der Menge seiner Canvas. Sie liegt darin, dass Analyse, Gestaltung, Entscheidung und Lernen nicht mehr getrennt nebeneinanderstehen. Jede Methode ist Teil einer Rückkopplungsarchitektur. Ein Wirkungsmodell führt zu Daten. Daten führen zu Bewertung. Bewertung verändert Ressourcen und Entscheidungen. Beobachtete Folgen verändern Annahmen, Regeln, Methoden und gegebenenfalls Ziele.

Schlussformel Nicht die Methode entscheidet, was richtig ist. Sie macht sichtbar, was entschieden wird, auf welcher Grundlage, mit welchen Folgen, für wen – und ob das System bereit ist, aus diesen Folgen zu lernen.