WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 28 von 244
B01 · Wirkungszustandskarte#
Systemdiagnose-Canvas Verstehen Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-02 · EXT-IMP-01 · EXT-NORM-01 Den gegenwärtigen Zustand eines Wirkungsraums anhand beobachtbarer Bedingungen, Erfahrungen, Daten und institutioneller Regeln beschreiben. Verbindlicher Output Gemeinsames, evidenzmarkiertes Ausgangsbild mit Stärken, Schäden, Spannungen und Datenlücken.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz bei mehrdeutigen, vernetzten oder wiederkehrenden Problemen, deren Ursachen und Rückkopplungen nicht linear verstanden werden können.
Nicht geeignet Nicht unnötig für triviale Routinefragen verwenden; jede Karte bleibt eine vorläufige Hypothese. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: A02–A06. Nachfolger: B02, B03, D03.
Vorgehen#
1. Wirkungsraum und Grenzen bestätigen. 2. Zustände für Mensch, Planet und Demokratie sammeln.
3. Daten, Erfahrungen und Perspektiven getrennt eintragen.
4. Verteilung, Dauer, Intensität und Trend ergänzen.
5. Widersprüche und Datenlücken markieren.
6. Ausgangszustand formal freigeben.
Leitfragen#
Welche Zustände sind tatsächlich beobachtet?
Wie verteilen sich positive und negative Zustände?
Welcher Trend ist ohne Intervention zu erwarten?
B01 · Wirkungszustandskarte – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Dreigeteilte Zustandskarte Mensch–Planet–Demokratie mit Zeile für systemübergreifende Interdependenzen und Evidenzstufen.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Ausgangslage ist von Zielbild getrennt. Verteilung und Betroffenheit werden sichtbar.
Datenlücken sind Teil des Ergebnisses.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Probleme nicht nur aus Sicht des Auftraggebers beschreiben.
Mittelwerte können vulnerable Gruppen unsichtbar machen.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-02 · EXT-IMP-01 · EXT-NORM-01. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.