WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 39 von 244

B12 · Wirkungs-Systemstresstest#

PDF-Fassung

Szenario- und Robustheitsprüfung Verstehen Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-14 · EXT-SYS-13 · EXT-PUB-04 Prüfen, wie ein Modell unter Schocks, Trendbrüchen, Datenfehlern, Gegenstrategien und kumulativen Belastungen wirkt. Verbindlicher Output Stresstestbericht mit kritischen Szenarien, Schwellen, Ausfallmodi, Frühwarnsignalen und Schutzmaßnahmen.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz bei mehrdeutigen, vernetzten oder wiederkehrenden Problemen, deren Ursachen und Rückkopplungen nicht linear verstanden werden können.

Nicht geeignet Nicht unnötig für triviale Routinefragen verwenden; jede Karte bleibt eine vorläufige Hypothese. Dauer Halber Tag bis mehrere Tage Beteiligte Interdisziplinäres Team mit Risiko-, Daten- und Betroffenenperspektive Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: B04–B11. Nachfolger: C09, D10, E07, H06.

Vorgehen#

1. Kritische Funktionen und Wirkungsgrenzen bestimmen.

2. Externe Schocks und interne Ausfälle sammeln.

3. Kombinierte und kaskadierende Szenarien formulieren.

4. Wirkungs- und Finanzfolgen simulieren oder qualitativ bewerten.

5. Schwellen, Ausfallmodi und Wiederanlaufbedingungen bestimmen.

6. Resilienzmaßnahmen und Frühwarnindikatoren ableiten.

Leitfragen#

 Was geschieht, wenn mehrere plausible Störungen gleichzeitig eintreten?

 Welche Wirkung verschlechtert sich zuerst?

 Kann das System sicher scheitern und lernen?

B12 · Wirkungs-Systemstresstest – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Szenariomatrix Wahrscheinlichkeit/Schwere plus Kaskadenkarte; separate Spalte für Auswirkungen auf Mensch, Planet, Demokratie.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Kaskaden und gemeinsame Ursachen werden berücksichtigt.

 Szenarien testen Annahmen, nicht nur Technik.

 Schutz vulnerabler Gruppen ist Bestandteil.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Stresstest nicht auf finanzielle Risiken reduzieren.

 Extremszenarien nicht als exakte Prognosen behandeln.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-14 · EXT-SYS-13 · EXT-PUB-04. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.