WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 41 von 244
C01 · Wirkungspfad#
Wirkungsmodell Modellieren Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-02 · EXT-IMP-02 · EXT-IMP-03 · EXT-IMP-08 Die Kette von Auslösern über Aktivitäten, Outputs, Outcomes und Wirkungen bis zu Rückkopplungen nachvollziehbar darstellen. Verbindlicher Output Prüfbarer Wirkungspfad mit Empfängern, Annahmen, Kontextbedingungen, Nebenwirkungen und Evidenz.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn eine Intervention, Strategie oder Idee eine explizite und prüfbare Wirkungslogik benötigt. Nicht geeignet Nicht als Kausalitätsbeweis oder statisches Versprechen behandeln.
Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: B02–B09. Nachfolger: C02, D03, H02.
Vorgehen#
1. Ausgangszustand und Zielzustand definieren.
2. Auslöser, Aktivitäten und Outputs ordnen.
3. Outcomes bei konkreten Empfängern formulieren.
4. Wirkung und Wirkungsordnungen ergänzen.
5. Annahmen, Kontext und Beitrag markieren.
6. Nebenwirkungen, Risiken und Messpunkte einbauen.
Leitfragen#
Welche Zustandsänderung tritt bei wem ein?
Welche Annahme verbindet zwei Stufen? Wo kann der Pfad scheitern oder negative Wirkung erzeugen?
C01 · Wirkungspfad – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Horizontaler Pfad; separate Zeilen für Empfänger, Annahmen/Evidenz, Nebenwirkungen und Rückkopplung.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Aktivität, Output, Outcome und Wirkung sind getrennt.
Empfänger stehen an jeder relevanten Stufe.
Annahmen sind testbar formuliert.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Output nicht als Wirkung bezeichnen. Ein Pfeil ist kein Kausalitätsbeweis.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-02 · EXT-IMP-02 · EXT-IMP-03 · EXT-IMP-08. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.