WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 42 von 244
C02 · Wirkmechanismus-Canvas#
Mechanismenmodell Modellieren Version 1.0 · Quellen: INT-02 · INT-03 · EXT-IMP-02 · EXT-IMP-06 · EXT-HUM-03 Erklären, durch welchen sozialen, technischen, ökonomischen, psychologischen, institutionellen oder ökologischen Mechanismus eine Handlung Zustände verändern soll.
Verbindlicher Output Mechanismushypothese mit Auslöser, Empfänger, Vermittlung, Kontext, Gegenmechanismus und Beobachtungsmerkmalen.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn eine Intervention, Strategie oder Idee eine explizite und prüfbare Wirkungslogik benötigt. Nicht geeignet Nicht als Kausalitätsbeweis oder statisches Versprechen behandeln.
Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: C01. Nachfolger: C03, C06, F06/F07.
Vorgehen#
1. Auslöser und Zielzustand bestimmen. 2. Reaktion oder Prozess beim Empfänger beschreiben.
3. Vermittelnde Faktoren und Kontextbedingungen identifizieren.
4. Gegenmechanismen und Verdrängungseffekte ergänzen.
5. Beobachtbare Zwischenindikatoren ableiten.
6. Mechanismus durch Literatur, Expertise oder Test plausibilisieren.
Leitfragen#
Warum sollte diese Aktivität den Zustand verändern?
Unter welchen Bedingungen wirkt der Mechanismus nicht oder gegenteilig?
Welche Zwischenbeobachtung würde ihn stützen oder widerlegen?
C02 · Wirkmechanismus-Canvas – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Sieben Felder: Auslöser, Empfänger, Mechanismus, Kontext, Vermittler, Gegenmechanismus, Beobachtung.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Mechanismus ist konkreter als „Sensibilisierung“ oder „Innovation“.
Kontextabhängigkeit wird benannt. Gegenmechanismen sind enthalten.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Mechanismen nicht mit Maßnahmen verwechseln.
Psychologische Erklärungen nicht ohne Betroffenenwissen unterstellen.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-02 · INT-03 · EXT-IMP-02 · EXT-IMP-06 · EXT-HUM-03. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.